Luisa Neubauer stimmt bei Bundespräsidentenwahl mit ab – weitere Namen werden öffentlich
Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer soll am 30. Januar mit über den neuen Bundespräsidenten oder die neue Bundespräsidentin abstimmen. Die Grünen in Niedersachsens Landtag kündigten an, die Hamburgerin für die Bundesversammlung zu nominieren, ebenso wie die Menschenrechtsaktivistin Düzen Tekkal und den Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani.
„Alle drei stehen für Haltung, gesellschaftliche Verantwortung und den Mut, sich einzumischen“, sagte Grünen-Co-Fraktionschefin Anne Kura.
Neubauer sagte, das nächste Staatsoberhaupt werde das am stärksten erhitzte Deutschland in der Geschichte anführen und der Klimakurs des Landes über Schicksale von vielen Generationen mitbestimmen. „Es steht so viel auf dem Spiel. Es ist mir eine Ehre, bei dieser demokratischen Wahl mitwirken zu dürfen.“
Neben Neubauer, Tekkal und El-Mafaalani schlägt die Grünen-Fraktion sieben landes- und kommunalpolitisch aktive Mitglieder ihrer Partei für die Bundesversammlung vor, darunter Vize-Ministerpräsidentin Julia Willie Hamburg und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay.
Die Bundesversammlung entscheidet am 30. Januar über Steinmeiers Nachfolge. Sie setzt sich aus den 630 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Wahlleuten der Länder zusammen.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) spielt bei einem Besuch im Goethe-Institut Tischkicker mit Claudemir Jerônimo Barreto, auch bekannt als CacauNeben Politikern können auch andere Personen des öffentlichen Lebens als Wahlleute entsandt werden. Auch der baden-württembergische Landtag hat seine Vertreter für die Wahl des nächsten Staatsoberhaupts bestimmt. Der ehemalige VfB-Fußballer Cacau, Unternehmer Reinhold Würth, Pur-Sänger Hartmut Engler und die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard dürfen bei der Entscheidung über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mitwirken.
Claudemir Jerônimo Barreto, besser bekannt als Cacau, war von der CDU vorgeschlagen worden. Als Stürmer des VfB Stuttgart wurde er 2007 deutscher Meister. Von 2009 bis 2012 gehörte er der Nationalmannschaft an. Später engagierte er sich als Integrationsbeauftragter des Deutschen Fußball-Bundes.
Unter den bestätigten Kandidaten der CDU ist auch Reinhold Würth. Der Unternehmer aus Künzelsau machte den nach ihm benannten Hersteller von Montage- und Befestigungsmaterialien zu einem weltweit erfolgreichen Konzern.
Pur-Frontmann Hartmut Engler, der von den Grünen nominiert worden war, ist auch dabei. 2010 erhielt er den Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg, 2026 das Bundesverdienstkreuz am Bande.
Hartmut Engler, Sänger der Band PurDie ebenfalls von den Grünen nominierte und nun in die Bundesversammlung gewählte Entwicklungsbiologin Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 den Medizin-Nobelpreis.
Die Grünen in Schleswig-Holstein wiederum schicken die Bestseller-Autorin Caroline Wahl, wie der „Spiegel“ berichtet.
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