Durch einen russischen Drohnenangriff auf einen Bahnhof in der ukrainischen Großstadt Dnipro sind laut Behördenangaben mehrere Menschen getötet worden. 13 Menschen sind ums Leben gekommen und mindestens fünf verletzt worden, schrieb etwa Gebietsgouverneur Olexander Hanscha bei Telegram.

Eine Drohne mit Düsenantrieb habe einen Bahnsteig getroffen, auf dem sich gerade der Zug Dnipro-Saporischschja befand, teilte die ukrainische Eisenbahn mit. Menschen hielten sich demnach trotz der zuvor bekannt gegebenen erhöhten Gefahr am Bahnsteig auf. Bürgermeister Borys Filatow sprach von einer Tragödie. Es habe sich um einen zivilen Zug gehandelt.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem „entsetzlichen russischen Angriff“ und drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Zugleich kritisierte er die Lockerung von Sanktionen gegen einzelne russische Oligarchen und den russischen Energiesektor. Russland habe darauf nicht mit einer Deeskalation reagiert, sondern seine Angriffe fortgesetzt.

Der ukrainische Präsident forderte neue, schärfere Sanktionen der EU, der USA und der G7. „Die Sanktionen gegen Moskau und seine Kriegsmaschinerie dürfen nicht gelockert werden, solange dieser russische Krieg andauert“, erklärte er.

Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine großangelegte russische Invasion. Moskaus Militär hatte zuletzt immer wieder Züge und Eisenbahninfrastruktur attackiert.

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