Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) verleiht die Wilhelm-Leuschner-Medaille 2026 an den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Selenskyjs Einsatz für die territoriale Integrität der Ukraine, für Freiheit, Demokratie und die Einbindung der Ukraine in die politische Grund- und Wertordnung der Europäischen Union habe ihn „zu einer Symbolfigur im Kampf gegen militärische Aggression werden lassen“, begründete Rhein die Ehrung.

Die höchste hessische Auszeichnung gelte auch dem ukrainischen Volk, das als Opfer des völkerrechtswidrigen russischen Angriffskrieges seit fast fünf Jahren neben der Souveränität seines Landes auch Europa und dessen Werte verteidige, sagte Rhein. Selenskyjs Beispiel zeige zudem, dass Freiheit und demokratische Selbstbestimmung keine Selbstverständlichkeit seien: „Oft braucht es persönlichen Mut und die Bereitschaft, politische Verantwortung zu übernehmen, um selbstbestimmt und in Freiheit zu leben.“

„Unsere Solidarität ist ein Ausdruck der gemeinsamen Überzeugung, dass die Zukunft eines Landes nicht mit militärischer Gewalt bestimmt werden darf“, unterstrich der Ministerpräsident. Die Medaille für Selenskyj sei ein Zeichen für die Bedeutung demokratischer Selbstbestimmung, europäische Solidarität und den Schutz der Freiheit.

Der frühere Ministerpräsident Georg August Zinn (SPD) stiftete die Wilhelm-Leuschner-Medaille aus Anlass des 20. Todestages des ehemaligen hessischen Innenministers Wilhelm Leuschner am 29. September 1964. Sie wird traditionell am hessischen Verfassungstag am 1. Dezember verliehen.

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