Nach Trumps „Drecksloch-Länder“-Aussage – Libyen bestellt Leiter der US-Vertretung ein
Das libysche Außenministerium hat am Sonntag (Ortszeit) den Leiter der US-Vertretung einbestellt. Zuvor hatte die Behörde öffentliche Äußerungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber Libyen als beleidigend bezeichnet. Das Ministerium weise alle Erklärungen zurück, die die Würde des libyschen Volkes untergrüben, hieß es in einer Mitteilung. Sowohl die Regierung im Westen als auch die rivalisierende Führung im Osten des Landes verurteilten Trumps Aussagen. Sie wiesen zudem Versuche zurück, Libyen in US-Wahlkampfdebatten hineinzuziehen.
Trump hatte am Samstag bei einem Auftritt im US-Bundesstaat Georgia den US-Senator Jon Ossoff angegriffen. Dieser habe persönlich einen Gesetzentwurf eingebracht, um „Armeen von Migranten aus terrorverseuchten Ländern wie Libyen, dem Jemen, Haiti und Somalia“ ins Land zu holen, sagte Trump. „Erinnert ihr euch, wie ich sie genannt habe? Drecksloch-Länder“, fügte er in Anspielung auf Äußerungen während seiner ersten Amtszeit hinzu.
Am Sonntagabend ruderte Trump dann auf seiner Online-Plattform Truth Social zurück und erklärte, die USA fühlten sich den Beziehungen zu Libyen verpflichtet. Das libysche Volk sei stolz, widerstandsfähig und gastfreundlich. „Wir respektieren das libysche Volk und die Opfer, die mutige Libyer im Kampf gegen die IS-Miliz, den gemeinsamen Feind unserer beiden Völker, gebracht haben“, schrieb Trump. Er fügte jedoch hinzu, dass Libyen kein Korridor für illegale Migration bleiben dürfe und dies sofort enden müsse.
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