Iranische Revolutionsgarden greifen Stellung im Irak an
Die iranischen Revolutionsgarden haben einem Bericht zufolge kurdische Stellungen im Nachbarland Irak attackiert. Der Angriff mit Kampfdrohnen sei auf ein Hauptquartier der Komala-Partei in der teilautonomen Region Kurdistan im Nordirak erfolgt, berichtete die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Mehr. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Die iranischen Revolutionsgarden äußerten sich zunächst nicht zu dem mutmaßlichen Angriff.
Irans Staatsführung stuft viele kurdische Gruppen im Irak als „Terrorgruppen“ ein. Auch die kurdische Minderheit im Iran wird Menschenrechtlern zufolge unterdrückt.
Die Revolutionsgarden haben in den vergangenen Jahren immer wieder kurdische Ziele im Irak angegriffen. Am 17. Juli waren bei einem Angriff nahe der Stadt Sulaimanija neun Mitglieder von Komala getötet worden.
Die Kurden sind eine ethnische Gruppe mit schätzungsweise 30 Millionen Mitgliedern, die vor allem im Irak, im Iran sowie in Syrien und der Türkei leben. Sie kämpfen seit Jahrzehnten für einen eigenen Staat und wurden lange im Irak wie auch im Iran verfolgt und unterdrückt. Die autonome Kurdenregion im Irak entstand nach dem Sturz von Diktator Saddam Hussein im Jahr 2003.
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