Bei einem Schusswaffenvorfall an einer griechisch-orthodoxen Kirche in Jordanien sind nach Regierungsangaben sechs Menschen getötet worden, weitere 28 seien in dem Gotteshaus in Karak verletzt worden, sagte ein Regierungssprecher am Freitag. Die Täter seien auf der Flucht, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Petra.

Der jordanische TV-Sender Al-Mamlaka berichtete zuvor von sieben Toten, als zwei Männer das Feuer auf eine Trauerprozession eröffneten.

Augenzeugenberichten zufolge sollen sich während der Trauerfeier zwischen 150 und 200 Menschen im Bereich der Kirche aufgehalten haben. Der Angriff soll etwa fünf Minuten gedauert haben.

Anschließend seien die Angreifer geflüchtet. Über die möglichen Hintergründe der Tat gab es zunächst keine verlässlichen Angaben. Jordanien gilt als vergleichsweise friedliches Land im Nahen Osten.

Karak liegt etwa 180 Kilometer südlich der Hauptstadt Amman. Regierungssprecher Mohammad al-Momani teilte mit, die Sicherheitskräfte hätten Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. In Karak lebt eine christliche Minderheit.

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