„Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise“ – Reddig fordert von Merz Zukunftskonzept
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig pocht im Ringen um die Rentenreform auf ein Festhalten an den Empfehlungen der Expertenkommission. „Wir brauchen mehr Tempo. Und wir müssen vor allem auch die Ergebnisse vollständig umsetzen, also auch die Rente mit 63“, sagte der stellvertretende Bundesvorsitzende der Jungen Union in dem Podcast „Table.Today“. „Das ist eine Erwartung, die wir sehr klar auch gegenüber dem Bundeskanzler haben.“
Reddig, der für die Union federführend in der Rentenkommission an den Reformplänen mitgearbeitet hatte, zeigte sich offen für eine Härtefallregelung. Allerdings müsse klar sein, dass Themen nicht im Grundsatz wieder aufgemacht werden.
Von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verlangte der Abgeordnete „eine Führung, die zeigt, wo es in den nächsten zehn oder 15 Jahren hingeht.“ Die CDU stecke in einer „Vertrauens- und Glaubwürdigkeitskrise“. Es gehe jetzt um die Stabilisierung der sozialen Sicherungssysteme, um einen stabilen Haushalt, um die Herausforderungen im Bereich Sicherheit und um Leistungsgerechtigkeit. Die Union habe auf all diese Themen in den vergangenen Monaten nicht ausreichend Antworten gehabt. „Wir müssen jetzt mal konkret werden.“
Mit Blick auf die geplante Einkommensteuerreform forderte Reddig ein Konzept, das deutlich mache, „dass es einen Unterschied macht, ob man arbeitet oder nicht. Und zwar einen deutlichen Unterschied“. Er würde sich wünschen, „dass wir uns über einen ganz neuen großen Wurf Gedanken machen, der dazu führt, dass Arbeit nicht mehr so hoch besteuert wird wie im Moment“.
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