EU-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hat davor gewarnt, dass Russlands Strategie, die Gesellschaft zu spalten, aufgehen könnte. „Wladimir Putin spielt auf Zeit. Er hält uns für komplette Weicheier und sagt: „Wenn ich die nur lang genug penetriere, dann fällt die Gesellschaft auseinander“, sagte die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament im Video-Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das müssen wir ernst nehmen, weil da Ängste und Unsicherheit geschürt werden – und Angst ist immer ein ganz schlechter Ratgeber.“

Strack-Zimmermann sieht keine Fortschritte der russischen Kräfte auf dem Schlachtfeld. „Russland ist zutiefst erfolglos in der Ukraine, die Front ist eingefroren, verliert aber nicht nur monatlich 30.000 Soldaten, sondern investiert alles.“

Die FDP-Politikerin ruft im Interview zu einem Selbstcheck auf: „Der Staat kann nicht alles schützen und deswegen ist mein Wunsch an Institutionen und an große Firmen, selber zu checken: Wo bin ich anfällig und welche hybriden Angriffe könnten passieren? Zu glauben, da springt einer aus der Torte und sagt, wie alles geht – das wird nicht passieren.“

FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann verurteilt den Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder bei Wladimir Putin. Zudem kritisiert die Vorsitzende des EU-Verteidigungsausschusses die Äußerungen von SPD-Politiker Ralf Stegner.

Am Dienstag hat Strack-Zimmermann den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer für seine Haltung zur russischen Invasion gerügt. „Deutschland muss einen aktiven Beitrag leisten, damit ein Waffenstillstand“ in der Ukraine jetzt kommt“, hatte der CDU-Politiker bei „Berlin direkt“ gefordert. „Wir brauchen einen anderen Antritt, damit es zu einer diplomatischen Lösung kommt.“

Kretschmer sei „nicht nur zu naiv, um zu erkennen, dass Russland täglich beweist, dass es nicht verhandeln will“, schrieb die FDP-Politikerin auf der Plattform X. Er wolle auch, dass Deutschland die „russische Kriegsmaschinerie“ mitfinanziere, um „noch mehr Leid und Tote zu verursachen“. Der Ministerpräsident sei „wirklich einer der größten außenpolitischen Geisterfahrer der Union“.

Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke