Ex-BND-Chef August Hanning wegen Spionageverdachts festgenommen
Der frühere Präsident des Bundesnachrichtendiensts, August Hanning, ist nach WELT-Informationen wegen des Verdachts der Spionage festgenommen worden. Außer Hanning wurde auch ein ehemaliger enger Mitarbeiter von ihm festgenommen.
Gegen den ehemaligen Geheimdienstchef wird demnach wegen des Verdachts des Landesverrats, des Ausspähens von Staatsgeheimnissen und der geheimdienstlichen Agententätigkeit für eine fremde Macht ermittelt. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung soll Hanning geheime Informationen von einem früheren Mitarbeiter des Leitungsstabs des BND gekauft haben. Die Informationen seien demnach für die „Nachrichtendienstliche Lage“ im Bundeskanzleramt bestimmt gewesen. Ziel Hannings soll es nach Angaben der Zeitung gewesen sein, die Unterlagen im Rahmen einer späteren Beratungstätigkeit weiterzuverkaufen.
Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen Hanning und den ehemaligen BND‑Mitarbeiter. Auf die Spur der mutmaßlichen Informationsweitergabe seien die Behörden demnach im Zuge der Ermittlungen zur Entführung der Kinder von Unternehmerin Christina Block gekommen. Sie steht zurzeit in Hamburg vor Gericht.
Nach WELT-Informationen hatte es seit Jahren den Verdacht gegeben, dass Hanning ein Zuträger des russischen Geheimdienstes sein könnte. Das hatte auch ein ehemaliger Agent behauptet. Hanning hatte dies gegenüber WELT stets als Unfug zurückgewiesen.
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