Griechenland fordert weiter Milliarden von Deutschland
Der griechische Staatspräsident Konstantinos Tasoulas hat die Forderungen Griechenlands nach deutschen Kriegsreparationen bekräftigt. Bei Gedenkfeiern zum 83. Jahrestag des Massakers von Lyngiades in Nordgriechenland sagte er, die Ansprüche der griechischen Republik seien weiterhin „aktiv, rechtmäßig und nicht verjährt“. Die Rede des griechischen Staatspräsidenten übertrug das griechische Fernsehen ERTNews.
Bei dem Massaker in Lyngiades und den umliegenden Orten wurden nach griechischen Angaben 88 Menschen von deutschen Besatzungstruppen getötet. Unter den Opfern waren mehr als 40 Kinder und Jugendliche im Alter von bis zu 17 Jahren. Die Tat ereignete sich während der deutschen Besatzung Griechenlands im Zweiten Weltkrieg. 2014 hatte der damalige Bundespräsident Joachim Gauck Lyngiades besucht und einen Kranz am Denkmal des Massakers gelegt.
Streit um Reparationsforderungen
Das im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht besetzte Griechenland fordert seit langem eine Entschädigung für die Kriegsschäden sowie die Rückzahlung eines von der Besatzungsmacht erzwungenen Kredits. Nach griechischen Berechnungen geht es dabei – je nach Berechnungsmethode – um eine Größenordnung zwischen 278 und 341 Milliarden Euro.
Deutschland weist die griechischen Reparationsforderungen zurück und vertritt die Auffassung, dass die Frage rechtlich abgeschlossen ist.
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