Nach Kritik an einer früheren Mitgliedschaft der Linken-Politikerin Elif Eralp in der sogenannten Roten Hilfe ist der Bundestagsfraktionschef Sören Pellmann dem Verein beigetreten. Der Linken-Politiker aus Leipzig bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Zur Begründung erklärte Pellmann der Deutschen Presse-Agentur: „Eine solche NGO ist wichtig, wenn es darum geht, dass es faire Gerichtsverfahren gibt, in denen sich Verfahrensbeteiligte durch Anwältinnen und Anwälte vertreten lassen können. Insbesondere auch dann, wenn sie sich diese nicht leisten können.“

Die Zeitung hatte zuvor berichtet, dass die Linken-Kandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin, Elif Eralp, zeitweise Mitglied der Roten Hilfe war. Eralp trat 2025 aus. Der Verein rief 2024 öffentlich zu Spenden für die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette auf.

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete Eralp vor diesem Hintergrund als nicht geeignet für das Amt der Regierungschefin. „Wer einen Verein wie die Rote Hilfe unterstützt hat, kommt für ein Amt wie das der Regierenden Bürgermeisterin in Berlin aus meiner Sicht nicht infrage“, sagte der CSU-Politiker in München.

Die Rote Hilfe wird seit Jahren von Verfassungsschutzbehörden dem linksextremistischen Spektrum zugerechnet. Der Verein versteht sich als Solidaritätsorganisation für linke Aktivisten, die mit Ermittlungs- oder Strafverfahren konfrontiert sind. Die Bundesregierung bezeichnet die Rote Hilfe als „die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus“.

Die Rote Hilfe versteht sich laut Satzung als „linke Schutz- und Solidaritätsorganisation“ für alle, die aufgrund ihrer politischen Betätigung verfolgt würden, wie der Verfassungsschutz in seinem Bericht erwähnt. „Sie unterstützt von Strafermittlungen Betroffene materiell und politisch. Ausschlaggebend ist allein die politisch linke Motivation der Tat.“

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