Die venezolanische Oppositionspolitikerin Claudia Macero ist aus dem zweijährigen Exil in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie wurde am Sonntagabend am Flughafen in Caracas von hunderten Anhängern empfangen. Die 34-Jährige gilt als wichtigste Stellvertreterin der Oppositionsführerin María Corina Machado.

Machado selbst wurde seit der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz im Januar mehrfach an der Rückkehr in das südamerikanische Land gehindert. Erst vor wenigen Tagen wurde ihr nach Angaben aus ihrem Umfeld erneut die Einreise nach Venezuela verwehrt.

Ihre Vertraute Macero sagte nun bei ihrer Ankunft vor Journalisten: „Es ist an der Zeit, nach Hause zu kommen. Es ist an der Zeit, dieses Land zurückzugewinnen.“

Wann Machado selbst zurückkehren werde, wisse sie zwar nicht, sagte Macero weiter. Sie zeigte sich aber zuversichtlich, dass dies bald schon der Fall sein könnte. Machado lebt im Exil in Panama.

Die venezolanischen Behörden werfen Machado vor, zu einem Militäreinsatz gegen das Land aufgerufen zu haben. Ihr jüngster Einreiseversuch erfolgte, während sich Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez in New York aufhielt, wo sie Präsident Donald Trump traf.

Obwohl die US-Behörden dies bestreiten, gehen Beobachter davon aus, dass die USA eine Rückkehr Machados nicht wünschen. Trump hat mehrfach seine Zufriedenheit mit der Arbeit von Rodríguez geäußert. Rodríguez war bis zu Maduros Gefangennahme dessen Stellvertreterin.

Maduro war im Januar bei einem US-Militäreinsatz in Venezuelas Hauptstadt Caracas gefangengenommen und in die USA gebracht worden. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen „Drogenterrorismus“ der Prozess gemacht werden soll. Nach der umstrittenen Wiederwahl Maduros im Juli 2024 waren die Behörden in Venezuela hart gegen die Opposition vorgegangen.

„Wahlen im Jahr 2027“

Unterdessen haben in Venezuela hunderte Menschen die Rückkehr Machados gefordert. Zu den landesweiten Protesten am Sonntag hatte Machados Partei Vente aufgerufen.

Im zentralen Bundesstaat Miranda zogen Machados Anhänger mit der Flagge Venezuelas durch die Stadt Los Teques. Auf mehreren Schildern war die Forderung zu lesen: „Wahlen im Jahr 2027“. Mit ähnlichen Slogans gingen die Menschen in San Cristóbal im Westen des Landes auf die Straße. In der Hafenstadt Maracaibo drang der Oppositionspolitiker Juan Pablo Guanipa auf die Einheit der Opposition: „Wir müssen weitermachen, bis wir das freie und demokratische Land erreicht haben, das wir anstreben.“

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