„Koalition mit Islamisten“ – Chirurg warnt vor Linken-Regierung und will Berlin verlassen
Der Berliner Arzt Masyar Rahmanzadeh kümmert sich normalerweise um verschlissene Hüft- und Kniegelenke. Nun sorgt der Spezialist für Gelenkchirurgie mit politischen Aussagen über den Wahl-Erfolg der Linken in Berlin für Aufsehen. „Ich werde die Stadt verlassen. Ich werde hier nicht leben können unter so einer Regierung“, kündigt der 58-Jährige in einem Instagram-Video mit dem Titel „Berlin wird nun definitiv untergehen“ an.
Darin sprach der Arzt über eine mögliche Koalition mit den Linken von einer „Regierungsbande“, die künftig „das Heft in die Hand bekommen“ habe. Als Sohn eines iranischen Einwanderers zog er zudem Parallelen zu Entwicklungen in seinem Herkunftsumfeld. „Als Iraner ist man schon heimlich berührt über diese islamische Regierung und jetzt kommen noch diese Schlumpf-Frisuren und Nasenringe dazu. Es ist einfach so unerträglich.“
Dass Berlin leistungsfeindlich sei und vor allem Menschen, die risikobereit etwas auf die Beine stellen wollten, behindere, sei bekannt, führte der Arzt aus. Aber „unter so einer Regierung und mit so einer Aura, die nur die Dummen und Unfähigen und Faulen fördert“, könne er nicht leben. „Das war’s bei mir.“
Mit seinen Aussagen traf Rahmanzadeh bei vielen Nutzern offenbar einen Nerv. Das Video wurde nach seinen Angaben rund 1,5 Millionen Mal angeschaut und erhielt mehr als 90.000 Likes. Auch unter den Kommentaren überwog die Zustimmung. Zahlreiche Nutzer dankten dem Arzt für seine „offenen“ oder „ehrlichen Worte“, andere schrieben, er spreche ihnen „aus dem Herzen“. Seine Aussagen wurden als „wahre Worte“ oder „den besten Realtalk“ bezeichnet.
Die Praxis des 58-Jährigen mit einer internationalen Ausbildung liegt unweit des KaDeWe in der Berliner City West. Die Menschen, die sich von ihm operieren lassen wollen, kommen aus dem In- und Ausland. „Es haben sich schon viele Patienten gemeldet und gesagt, sie hoffen, dass der Doktor die Stadt nicht verlassen wird“, zitierte die „Bild“ einen Mitarbeiter aus Rahmanzadehs Praxis. Doch der 58-Jährige bekräftigte im Gespräch seine Umzugspläne. Auf die Frage, ob er Berlin wegen der politischen Entwicklung wirklich verlassen wolle, habe er knapp mit „Ja“ geantwortet. Er habe nach seinem Video Angebote aus Hamburg und München erhalten. „Die Schweiz wäre aber meine erste Wahl.“
Besonders kritisch sieht der Mediziner eine aus seiner Sicht bestehende Verbindung zwischen Teilen der Linken und islamistischen Kräften. Er sprach von einer „toxischen Koalition“ der „verblendeten, extremen Linken“ mit Islamisten und warnte: „Die bunten Fahnen werden bald auf dem Müll landen.“ Vor allem der islamistische Einfluss in der linken Szene bereite ihm Sorgen. „Ich finde als iranischstämmiger Mensch besonders die Koalition mit Islamisten problematisch. Da sehe ich eine besondere Gefahr für die Zukunft Deutschlands.“
Denn die Entwicklung erinnere ihn an die Zeit vor der iranischen Revolution 1979, als „Sozialisten mit Islamisten koaliert“ hätten. Über den Schah – dessen Porträt in der Praxis hängt und dessen Sohn sich als politische Option für den Iran positioniert – äußert sich Rahmanzadeh lobend: Mit ihm, so der Arzt, wäre der Iran ein zweites Südkorea geworden. „Er hat das Land innerhalb von 20, 30 Jahren aus dem Mittelalter geführt und zu einem Schwellenland gemacht.“
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke