AfD in erster Hochrechnung vor SPD – CDU bangt um Einzug in den Landtag
Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt es zu einem echten Wahlkrimi zwischen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) und AfD‑Spitzenkandidat Leif-Erik Holm.
Nach der ersten ARD-Prognose liegt die SPD bei 35,6 Prozent (Landtagswahl 2021: 39,6 Prozent). Die AfD kann ihr Ergebnis von der letzten Landtagswahl mehr als verdoppeln und erreicht 37,1 Prozent. Die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Peters verliert massiv und erreicht nur noch 5,4 Prozent (2021: 13,3 Prozent).
Alle News und Entwicklungen: Liveticker zu den Wahlen in MV und Berlin.
Laut erster ZDF-Prognose kommt die SPD auf 36,3 Prozent der Stimmen, die AfD auf 37,8 Prozent. Die CDU landet bei 5,1 Prozent. Es ist das historisch schlechteste Ergebnis, dass die Christdemokraten in dem Land eingefahren haben.
Alle Ergebnisse im Überblick
In einer ersten Reaktion bezeichnete AfD-Chef Tino Chrupalla das Wahlergebnis als „sensationell“. „Wir führen Gespräche mit allen. Wir haben keine Brandmauern eingezogen“, ergänzte Weidel im ZDF.
In einem überraschenden Statement wenige Minuten nach 18 Uhr (Schließung der Wahllokale) sagte Bundeskanzler Friedrich Merz, dass er trotz des „desaströsen“ Ergebnisses in Mecklenburg-Vorpommern im Amt bleiben und den eingeschlagenen Reformkurs fortsetzen will. „Ich möchte unser Land voranbringen“, sagte der CDU-Vorsitzende in Berlin. „Die Reformen müssen kommen.“
Ob Schwesig weiter mit ihrer rot-roten Koalition regieren kann, hängt nun davon ab, welche Parteien am Ende tatsächlich im neuen Landtag vertreten sind. Für die Grünen wird es ein langer Wahlabend. Auch die CDU hatte in den vergangenen Monaten in den Umfragen viel Boden verloren. Das BSW lag in den Erhebungen zuletzt meist unter der Fünf-Prozent-Hürde.
Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen trat Schwesig als „Die Frau gegen Blau“ noch einmal verstärkt in einem personalisierten Wahlkampf dem AfD-Kandidaten Leif-Erik Holm entgegen, der lange in den Umfragen geführt hatte.
Die Wahlbeteiligung steigt mit 79,0 Prozent auf einen neuen Höchstwert. 2021 lag sie noch bei 70,8 Prozent.
Alles zur Wahl:
- Alle Ergebnisse im Überblick: Prognose und Hochrechnung zu Mecklenburg-Vorpommern
- Alle Entwicklungen: Liveticker zu den Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke