Bundesland charterte 15 Flugzeuge für Abschiebungen von 130 Migranten
Das Land NRW hat seit 2025 insgesamt 15 Mal Flugzeuge gechartert, um insgesamt 130 Migranten abzuschieben. Das teilte das Flüchtlingsministerium in Düsseldorf auf dpa-Anfrage mit. Der erste Abschiebeflug dieser Art hatte vor anderthalb Jahren für Aufsehen gesorgt.
Damals waren vier syrische und drei afghanische Männer nach Sofia in Bulgarien geflogen worden. NRW hatte dafür einen kompletten Airbus gemietet, in dem außer den Flüchtlingen nur Begleitpersonal und Besatzung mitgereist waren. Die Flüge, die danach stattfanden, wurden bis heute nicht bekannt.
Laut Flüchtlingsministerium handelte es sich bei allen Flügen um Rückführungen in andere EU-Staaten im Rahmen des „Dublin-Systems“. Die Menschen wurden also dorthin abgeschoben, wo sie bei ihrer Ankunft erstmals registriert wurden.
Dass auch bei den Flügen nach der ersten Chartermaßnahme jeweils nur wenige Migranten an Bord waren, liegt laut Ministerium an Vorgaben der Zielstaaten. Diese würden häufig höchstens zehn Personen pro Flug erlauben. „NRW kann diesbezüglich keinen Einfluss nehmen und ist an die Vorgaben entsprechend gebunden“, so eine Sprecherin des Flüchtlingsministeriums.
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