„Von der AfD kam am Ende nichts“ – Schulze zeigt sich zufrieden nach TV-Duell mit Siegmund
Nach dem TV-Duell mit Ulrich Siegmund sieht Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) seinen Auftritt als gelungen an. Im Gespräch mit WELT TV sagte er: „Ich war insgesamt sehr zufrieden mit diesem Fernsehduell, weil ich zeigen konnte, wenn es um Inhalte geht, dann ist die AfD schwach auf der Brust. Und es ging gestern um Inhalte.“
Er habe konkret zeigen können, wo die Unterschiede beider Kandidaten lägen. Als Beispiel nannte er etwa die Innere Sicherheit. „Dass wir hier keine Bürgerwehr haben wollen, so wie die AfD, sondern dass wir auf unsere Polizei setzen und die weiter unterstützen“, sagte Schulze. Die AfD kündigt in ihrem Wahlprogramm für Sachsen-Anhalt an, eine freiwillige Bürgerwacht einführen zu wollen.
Auch im Hinblick auf das Schulsystem habe er klargemacht, dass mehr Praxis an Schulen gelehrt werden solle. „All das sind gestern Aussagen von uns gewesen, auch klar unterlegt inhaltlich. Und von der AfD kam am Ende nichts. Und das kriege ich auch heute ganz viel zurückgespiegelt von den Menschen hier“, sagte Schulze.
Der Vorsitzende der CSU‑Landesgruppe, Alexander Hoffmann, bewertete das Gespräch zwischen Schulze und Siegmund bei WELT TV als „sehr spannendes Duell, ein sehr offensives Duell“.
Aus Sicht des Politikwissenschaftlers Benjamin Höhne von der TU Chemnitz hat es beim Aufeinandertreffen der beiden Politiker keinen eindeutigen Gewinner gegeben. Der Ministerpräsident habe versucht, „sehr staatsmännisch aufzutreten, ausgewogen zu argumentieren“ und aufzuzeigen, „dass viele Punkte, die Siegmund angesprochen hat, etwa der Migrationspolitik, gar nicht Angelegenheit der Landesebene sind“, sagte er.
AfD-Kandidat Siegmund ist aus Sicht des Experten insbesondere auf Nachfrage selten konkret geworden und habe stattdessen eher Plattitüden geäußert. „Also zurück in die guten alten Zeiten, die politische Klasse, die gegen das Land arbeitet. Das sind natürlich sozusagen populistische Problembeschreibungen, aber keine Konzepte.“
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