Ermittler finden offenbar dritte Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig
Nach dem Anschlagsversuch auf den Flughafen Leipzig/Halle haben Ermittler nach Informationen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ eine dritte Drohne gefunden.
Die Ermittler gingen nach derzeitigem Stand nicht mehr von einer einzelnen Drohne aus. Die erste Drohne war am Abend des 4. Augusts im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Wenig später war ein zweites Flugobjekt mit einer Frachtmaschine zusammengestoßen, die wegen der Sperrung der Nordpiste nicht landen konnte und durchstarten musste. Nach der Umleitung nach Hannover wurden an der Maschine leichte Beschädigungen festgestellt.
Die dritte Drohne, deren Fund bislang nicht bekannt war, entdeckten die Behörden nach Angaben aus Sicherheitskreisen erst am 14. August – also zehn Tage nach dem Anschlagsversuch. Am Folgetag sei dann an der Fundstelle eine Substanz entdeckt worden, bei der es sich nach ersten Einschätzungen um rund 50 Gramm des hochexplosiven militärischen Sprengstoffs Hexogen gehandelt haben könnte, berichten die Medien. Die Drohne sei auf einem Feld im Kabelsketal gefunden worden, einer Gegend im Saalekreis in Sachsen-Anhalt, die an den westlichen Teil des Leipziger Flughafens grenzt.
Der Fund der Sprengstoff-Drohne Anfang August hatte für großes Aufsehen gesorgt. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem „schwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland“.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) betonte später: „Leipzig ist kein singulärer Fall, sondern Leipzig ist Teil eines größeren Gebildes, mit dem wir es zu tun haben.“ Es besteht zwar die Vermutung, dass Russland dahintersteckt, geklärt ist die Urheberschaft aber nicht.
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