USA greifen Brücken und Flughafen im Süden des Iran an – Berichte über mindestens 7 Tote
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben am frühen Freitagmorgen die jüngste Runde von Luftangriffen gegen den Iran beendet. Es war die sechste Nacht in Folge mit Angriffen auf die Islamische Republik, während sich der Konflikt um die Straße von Hormus weiter zuspitzt.
Das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando (Centcom) erklärte, man habe „Küstenüberwachungs- und Luftabwehrstellungen, militärische Logistikinfrastruktur sowie maritime Fähigkeiten“ getroffen, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Bei den neuen US-Luftangriffen sind laut Berichten ein Flughafen sowie Brücken im Süden des Iran getroffen worden. Die Kahurestan- und die Gariveh-Brücke sind auf den Verkehrsachsen der Provinz getroffen worden, berichtete die Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf die Provinzverwaltung. Das iranische Fernsehen berichtet von mindestens sieben Toten.
Die Straßen zwischen der Hafenstadt Bandar Abbas und den Städten Chamir und Lar sei vollständig gesperrt ebenso wie eine zweite Verbindung in der Region. Es gab keine näheren Angaben zu den genauen Schäden. Laut dem regierungstreuen Sender Press TV wurden insgesamt drei Brücken bei den Angriffen getroffen.
Die Kahurestan-Brücke liegt an der Route, die die Hafenstadt Bandar Abbas mit der Stadt Schiras weiter nordwestlich verbindet und gilt laut „New York Times“ als wichtige Route zwischen der Küste des Persischen Golfs und dem südlichen Landesinneren des Irans.
Das Staatsfernsehen berichtete unter anderem auch von zwei Explosionen in der Stadt Buschehr, wo sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna meldete zudem US-Angriffe auf Gebiete um Ahwas. Dort sagten Bewohner der Nachrichtenagentur AFP, die zweite Nacht in Folge heftige Angriffe gehört zu haben.
Zudem sei der Flughafen Iranschahr im Südosten des Landes von mindestens einem US-Geschoss getroffen worden, berichtete der Staatssender Irib. Rund um den Flughafen seien drei Explosionen zu hören gewesen. Laut Press TV schlug mindestens ein Geschoss ein. Die dabei ausgebrochenen Brände seien inzwischen gelöscht, die Stromversorgung am Flughafen sei jedoch unterbrochen, berichtete ein Irib-Korrespondent. Tote gebe es nicht. In einem weiteren Bericht war von Luftangriffen auf zwei Brücken in der Nähe der Straße von Hormus die Rede.
Iranische Armee: Drohnenangriff auf US-Flugzeuge in Bahrain
Die Golfstaaten Kuwait und Bahrain sind nach Beginn der neuen US-Angriffe im Iran abermals unter Beschuss geraten. Die kuwaitische Luftabwehr sei gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe im Einsatz gewesen, teilte das Militär des US-Verbündeten in der Nacht auf X mit. Details gab es zunächst nicht.
Auch in Bahrain heulten die Sirenen, wie das Innenministerium auf X mitteilte. Die Bevölkerung wurde dazu aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich in Sicherheit zu bringen. Die iranische Armee griff nach eigenen Angaben US-Hubschrauber und Aufklärungsflugzeuge auf dem Stützpunkt Sakhir mit Drohnen an. Das meldet die iranische Nachrichtenagentur Tasnim.
Das US-Militär hatte den Start der neuen Angriffe für Donnerstag, 14 Uhr US-Ostküstenzeit (21.30 Uhr Ortszeit im Iran), verkündet, wie das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) auf X mitteilte. Ziel war es, „die militärischen Fähigkeiten des Irans weiter zu schwächen.“ US-Präsident Donald Trump hatte erst diese Woche damit gedroht, die Angriffe im Iran auf Kraftwerke und Brücken auszuweiten.
Iran will Straße von Hormus weiter kontrollieren
Nach den neuen Angriffen und Drohungen der USA gegen den Iran sendet die Führung in Teheran gemischte Signale über mögliche weitere Verhandlungen. Der iranische Parlamentspräsident und Chefverhandler Mohammed Bagher Ghalibaf ließ die Tür dafür offen, mahnte aber zugleich, dass man keine Angst davor haben dürfe, kriegerisch eigene Interessen durchzusetzen.
In der Stellungnahme von Mittwoch, die teilweise im Fernsehen verlesen wurde, betonte er zudem, dass der Iran die Kontrolle über die Straße von Hormus beanspruche. Wegen des Streits um die für den globalen Energiehandel wichtige Meerenge ist der Konflikt wieder eskaliert.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke