Nach Informationen von WDR und NDR plant Russland, Atomraketen am Meeresgrund zu stationieren. Konkret mit Sorge betrachtet werde die Stadt Sewerodwinsk am Weißen Meer, in der das Schiff „Zvezdochka“ stationiert sein soll. Die „Zvezdochka“ könnte nämlich, auch auf hoher See, schweres Gerät bewegen.

Nach Recherchen der beiden Sender beobachten westliche Geheimdienste der Nato das Schiff seit geraumer Zeit intensiv. Grund, so WDR und NDR, soll sein, dass das Schiff für ein geheimes russisches Militärprojekt mit dem Namen „Skythen“ eingesetzt werden soll.

Die Sender stützen sich auf Aussagen von Geheimdienstvertretern, Militärs, und Experten sowie auf eigene Auswertungen von Satellitenbildern und russischen Datenbanken. So soll es bei dem Vorhaben um die Stationierung von Atomraketen am Meeresgrund gehen. Russland könnte demnach schon seit Jahren daran arbeiten, ballistische Raketen im Meer zu platzieren.

Die Nato könnte im Ernstfall diese Raketen sowie deren Abschussrampen im Meer nur schwer aufspüren. Wie NDR und WDR berichten, könnten Raketen mit Nuklearsprengköpfen bestückt werden und in Silos oder Containern – auch in mehreren hundert Metern Tiefe – für lange Zeit am Meeresgrund platziert werden. Die Zündung könnte ferngesteuert erfolgen. Bei der Platzierung der entsprechenden Silos oder Container könnte das Schiff „Zvezdochka“ dann eine große Rolle spielen.

Wie NDR und WDR melden, äußern sich weder die Nato noch das russische Verteidigungsministerium bislang zu dem Vorhaben.

Erst in der vergangenen Woche hatte der russische Präsident Wladimir Putin einen erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete bekannt gegeben, die mit Atomsprengköpfen bewaffnet werden kann. Bei der Rakete vom Typ Sarmat handle es sich um das „mächtigste Raketensystem der Welt“, sagte Putin nach dem Test. Eine Sarmat-Rakete könne mehr als viermal so schwere Sprengköpfe tragen wie jegliches westliche System und habe eine Reichweite von 35.000 Kilometern. „Bis Jahresende“ werde die Sarmat einsatzbereit sein, fügte der Kreml-Chef an.

Die Interkontinentalrakete vom Typ Sarmat ist im Westen auch unter dem Namen „Satan II“ bekannt. Es handelt sich um das erste nach dem Kalten Krieg entwickelte russische Raketensystem, das als „superschwer“ klassifiziert wird. Russland hatte die Einsatzbereitschaft der Sarmat vor Jahren bereits für 2022 angekündigt. In diesem Jahr begann das Land seine großflächige Offensive in der Ukraine.

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