• Bericht über Empfehlung eines Rentenalters ab 70 Jahren
  • Beamte sollen nicht in die gesetzliche Rente einbezogen werden.
  • CDU-Arbeitnehmerschaft warnt: "Der falsche Schritt"

Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung will die Experten-Kommission zur gesetzlichen Rente empfehlen, das Renteneintrittsalter von heute 67 Jahren schrittweise zu erhöhen – bis Anfang der 2040er-Jahre auf 68 Jahre, bis Anfang der 2050er auf 69 und Anfang der 2060er-Jahre auf 70 Jahre. Dieses Alter für die Rente würde dann für ab etwa 1990 geborene Menschen gelten.

Außerdem will die Kommission dazu raten, schreibt die Zeitung, das Renten-Niveau nach 2031 schrittweise leicht zu senken, von 48 auf dann 46 Prozent der Durchschnittseinkommen. Dem Bericht zufolge soll unter den Mitgliedern der Kommission umstritten sein, ob auch Beamte künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen sollten. Eine Mehrheit sei dagegen.

CDU, CSU und SPD haben noch für das laufende Jahr eine Reform angekündigt. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte diese Woche: "Ich wünsche mir, dass wir bis zum Sommer auch die Eckpunkte einer Rentenreform einvernehmlich in der Koalition festgelegt haben, mehr oder weniger." Einen Gesetzentwurf werde es aber "sicherlich erst im Herbst geben können".

Die schwarz-rote Koalition will neben der Rente auch Reformen der Einkommenssteuer, am Arbeitsmarkt und in Verwaltungen angehen. Bis zur Bundestags-Sommerpause ab Mitte Juli sollen Einigungen stehen.

CDA gegen pauschal höheres Rentenalter

Der Arbeitnehmerflügel der CDU kritisiert die Überlegungen zum Rentenalter. Eine pauschale Anhebung auf 70 Jahre wäre "der falsche Schritt", sagte Dennis Radtke, der Vorsitzende der Christlichen Demokratische Arbeitnehmerschaft: "Wir haben schon heute Menschen, die aufgrund der Belastung keine Chance haben, überhaupt bis 67 zu arbeiten." Eine Erhöhung des Rentenalters sei nur möglich, wenn das dann "an die Entwicklung der Lebenserwartung gekoppelt" werde und an "Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente".

AFP, MDR (ksc)

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