Kuba hat einem Bericht des Nachrichtenportals „Axios“ zufolge mehr als 300 Militärdrohnen erworben und Szenarien für mögliche Angriffe auf den US-Militärstützpunkt Guantánamo im Südosten der Karibikinsel erörtert. Es handele sich um „eine wachsende Bedrohung“, zitierte „Axios“ am Sonntag einen namentlich nicht genannten US-Regierungsvertreter. Demnach beschaffte sich Kuba seit 2023 Kampfdrohnen aus Russland und dem Iran und strebt den Kauf weiterer Drohnen an.

Die kubanische Regierung wies den Bericht zurück. Die US-Regierung versuche mit fadenscheinigen Argumenten „einen rücksichtslosen Wirtschaftskrieg gegen das kubanische Volk und eine mögliche militärische Aggression zu rechtfertigen“, schrieb Kubas Außenminister Bruno Rodríguez im Onlinedienst X.

Sein Stellvertreter Carlos Fernández de Cossío sprach von „immer unglaubwürdigeren“ Anschuldigungen. „Die Vereinigten Staaten sind der Aggressor“, schrieb er auf X. Kuba berufe sich als das „angegriffene Land“ auf das Recht auf Selbstverteidigung.

Die Spannungen zwischen Kuba und den USA hatten in den vergangenen Monaten zugenommen. Kubanische Regierungsvertreter warfen Washington vor, einen Vorwand für einen militärischen Angriff gegen die kommunistisch regierte Insel zu suchen.

Der nur etwa 145 Kilometer von der Südspitze des US-Bundesstaats Florida entfernte Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo. Derzeit steckt Kuba in der schwersten Wirtschaftskrise seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion, das Land leidet unter Stromausfällen und Treibstoffmangel.

Das US-Militär hatte im Januar den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen und in die USA gebracht. Anschließend sorgte Washington dafür, dass Venezuela als der bis dahin wichtigste Öllieferant Kubas seine Lieferungen an den Karibikstaat einstellt. Am Donnerstag teilte die Regierung in Havanna mit, die von Russland gelieferten Ölreserven seien nun „aufgebraucht“. Die Stromversorgung brach erneut großflächig zusammen.

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