Selenskyj wirft Westen vor, Moskau noch immer mit Bauteilen für Raketen zu versorgen
Nach schweren russischen Raketenangriffen mit Dutzenden Toten hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Einhaltung der Techniksanktionen gegen Moskau gefordert. „Bei dem Angriff auf Kiew in dieser Woche haben die Russen Raketen eingesetzt, die in diesem Jahr hergestellt wurden“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew.
„Ohne Komponenten von Unternehmen aus Europa, Japan und den Vereinigten Staaten hätten die Russen diese Raketen einfach nicht herstellen können.“ Gleiches gelte für andere Waffen der russischen Armee bei ihren Angriffen auf ukrainische Städte.
„Russlands Verbindungen zur Welt, die dem Krieg dienen, sind eine direkte Bedrohung für das Leben“, sagte der ukrainische Präsident weiter. Wenn Russlands Kriegsmaschinerie durchhält, könnten die nächsten Angriffe Europa und andere Nachbarn Russlands in weiter entfernten Regionen treffen. „Russlands Bosheit hat sich bereits in Syrien und in afrikanischen Ländern gezeigt“, so Selenskyj.
Wegen der militärischen Nutzung ist der Export von Elektronikbauteilen nach Russland verboten, solche Teile werden aber oft über Drittstaaten geschickt. Bei einem tagelangen russischen Luftangriff am Mittwoch und Donnerstag waren in Kiew durch einen Raketentreffer auf einen Wohnblock 24 Menschen getötet worden. Laut dem ukrainischen Präsidenten hatte Moskau mehr als 675 Angriffsdrohnen gestartet und 56 Raketen abgefeuert. Er sprach von einem „massiven russischen Angriff“ auf die ukrainische Hauptstadt. Ein mehrstöckiges Wohngebäude sei quasi „dem Erdboden gleichgemacht worden“.
Am Samstagabend schickten beide Kriegsparteien Drohnenschwärme auf das Gebiet des Gegners. In der russischen Grenzregion Belgorod wurde bei einem ukrainischen Angriff nach Angaben der Behörden ein Mensch getötet. Dabei sei ein Fahrzeug in der Stadt Krasnaja Jaruga getroffen und ein „Zivilist“ getötet worden, teilten die Regionalbehörden mit. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zeigt sich besorgt angesichts „intensivierter“ militärischer Aktivitäten in der Nähe mehrerer Atomanlagen in der Ukraine.
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