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Kanzleramtsminister Thorsten Frei und Franziska Brantner waren in der Sendung „Pinar Atalay“ zu Gast. Trotz aller Kontroversen zeigte sich die Grünen-Chefin konstruktiv.

In der Sendung „Pinar Atalay“ auf ntv trafen Regierung und Opposition aufeinander. Genauer: Die Regierung wurde von Merz’ Kanzleramtsminister Thorsten Frei vertreten, für die Opposition war die Grünen-Chefin Franziska Brantner dabei.

CDU-Mann Frei äußerte sich zu wichtigen Reformvorhaben der schwarz-roten Koalition. So sei er davon überzeugt, dass das Renteneintrittsalter mit Blick auf die demografische Entwicklung weiter ansteigen müsse. „Wir haben eine Entwicklung, die ist enorm“, sagte Frei in der ntv Sendung „Pinar Atalay”. Eine Rentenkommission werde „in Kürze im Juni ihre Ergebnisse vorlegen“. Frei sei sich sicher, „dass die auch Vorschläge zur Lebensarbeitszeit machen werden”. 

Auf die Frage, welches Renteneintrittsalter künftig realistisch sei, verwies Frei auf die bereits beschlossene Rente mit 67. Diese werde man „in Kürze erreichen“. Maßstab müsse die Lebenserwartung sein: „Wenn die Lebenserwartung steigt, dann können wir nicht kürzer arbeiten, sondern müssen länger arbeiten. Das ist, glaube ich, eine mathematische Grundwahrheit.“ 

Thorsten Frei offen für Reichensteuer

Mit Blick auf eine Steuerreform zeigte sich Frei grundsätzlich offen für eine höhere Besteuerung sehr hoher Einkommen. „Die sogenannte Reichensteuer, das ist die oberste Spitze, das sind nicht so viele Menschen – da kann man tatsächlich darüber nachdenken, was man da tun kann“, sagte er. Zugleich betonte er, dass starke Schultern bereits mehr trügen: „Die zehn Prozent Bestverdienenden finanzieren mehr als 50 Prozent des Steueraufkommens.“ Das dürfe man auch nicht überdrehen.

Franziska Brantner bei „Pinar Atalay“: “Es schmerzt zu sehen, wie diese Regierung arbeitet“ © Bernd von Jutrczenka / DPA

Überzeugen konnte er die Grünen-Chefin Brantner kaum. Nach einem Jahr schwarz-roter Bundesregierung legte sie den Finger in die Wunde und warf der Koalition mangelnde Reformdynamik und fehlende Zukunftsorientierung vor. „Es schmerzt, zu sehen, wie diese Regierung arbeitet“, sagte Brantner. Das Land werde im besten Fall „irgendwie verwaltet, aber ja nicht die Zukunft gestaltet“. Zwar habe die Ampel am Ende unter Streit gelitten, doch auch die neue Koalition bleibe aus ihrer Sicht hinter den Erwartungen zurück.

Brantner bei „Pinar Atalay“: Wir helfen, wo es Sinn macht

Brantner betonte zugleich, die Grünen stünden für eine Zusammenarbeit bei konkreten Projekten bereit. „Wir bereiten gute Konzepte vor, die wir der Regierung immer wieder auch mit auf den Weg geben“, sagte sie. Man sei etwa bei Fragen der Staatsmodernisierung, Digitalisierung oder Infrastruktur offen für Unterstützung und auch für Grundgesetzänderungen. „Wir helfen, wo es Sinn macht“, so Brantner, sie sagte aber auch: „Die Regierung zu ersetzen, ist nicht unser Job.“

Die Sendung "Pinar Atalay" wird am Montag, 04. Mai 2026 um 23:30 Uhr auf ntv ausgestrahlt, auf YouTube sowie auf der Streamingplattform RTL+.

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tis / ntv
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