Für Berichte über Trump und Tech-Konzerne – Pulitzer-Preise für AP, „Washington Post“ und Reuters
Für ihre Berichterstattung über den drastischen Kahlschlag in US-Bundesbehörden unter Präsident Donald Trump hat die „Washington Post“ einen Pulitzer-Preis gewonnen. Hervorzuheben sei vor allem, wie die Zeitung dargelegt habe, was die Kürzungen und der Umbau des Behördenapparats für einzelne US-Bürger bedeuteten, teilte die Jury am Montag mit. Die „Post“ erhielt die Auszeichnung in der Sparte „Dienst an der Öffentlichkeit“.
Die Nachrichtenagentur AP wurde in der Kategorie „Internationale Berichterstattung“ mit einem Pulitzer geehrt. Sie legte offen, wie US-Unternehmen durch den Verkauf von Technologie an China am Aufbau des Überwachungsstaats in der Volksrepublik maßgeblich beteiligt waren.
Zudem enthüllte die AP, wie mehrere US-Regierungen es Tech-Konzernen und Peking ermöglichten, Regelungen zu umgehen, die Peking am Zugang zu Materialien wie Computerchips hindern sollen. Die Recherche erstreckte sich über drei Jahre und umfasste die Auswertung Tausender Dokumente sowie zahlreiche Interviews.
Die Nachrichtenagentur Reuters gewann den Preis in der Kategorie „Nationale Berichterstattung“. Sie habe beleuchtet, wie Trump die Bundesregierung und den Einfluss seiner Unterstützer nutze, um seine Macht auszuweiten und politische Gegner zu bestrafen, erklärte die Jury.
Es war einer von zwei Auszeichnungen für Reuters. Für die Berichterstattung über den Social-Media-Konzern Meta erhielt die Nachrichtenagentur zudem einen Preis in der wiederbelebten Kategorie für Fachberichterstattung.
Pulitzer-Preis auch im Vorjahr für „Washington Post“ und Reuters
In den USA gilt der Pulitzer-Preis als höchste Auszeichnung für journalistische Arbeiten. Der Preisträger in der Sparte „Dienst an der Öffentlichkeit“ erhält eine Goldmedaille, die Sieger in den anderen Kategorien 15.000 US-Dollar. Gewürdigt werden auch Leistungen im Bereich der Künste aus dem Vorjahr.
Im vergangenen Jahr wurde die Plattform ProPublica für Recherchen zu Todesfällen schwangerer Frauen infolge restriktiver Abtreibungsgesetze ausgezeichnet. Die „Washington Post“ erhielt im Vorjahr ebenfalls den Pulitzer-Preis für ihre Berichterstattung über ein Attentat. Außerdem wurde die Nachrichtenagentur Reuters im Vorjahr für Berichte über mangelhafte Regulierung, die die Verbreitung von Fentanyl begünstigt, geehrt.
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