Schweden nimmt chinesischen Kapitän wegen Urkundenfälschung fest
Schwedische Ermittler haben den Kapitän eines Schiffs festgenommen, das zur russischen Schattenflotte gehören soll. Dem chinesischen Kapitän wird Urkundenfälschung vorgeworfen sowie ein Verstoß gegen das schwedische Seerecht wegen mangelnder Seetüchtigkeit des Tankers. Die Küstenwache hatte das Schiff am Sonntag in der Nähe von Trelleborg in Südschweden gestoppt.
Der Tanker mit dem Namen „Jin Hui“ ist 182 Meter lang und steht auf den Sanktionslisten der Europäischen Union, der Ukraine und Großbritanniens. Das Schiff wird verdächtigt, unter falscher Flagge zu fahren, wie der schwedische Zivilschutzminister Carl-Oskar Bohlin mitteilte. Laut Küstenwache war der Tanker unter syrischer Flagge unterwegs.
Mit Schiffen der sogenannten Schattenflotte versucht Russland, die von westlichen Alliierten im Ukraine-Krieg verhängten Sanktionen zu umgehen. Diese Flotte besteht aus oft veralteten Schiffen in schlechtem Zustand, ohne angemessene Versicherung und mit intransparenten Eigentumsverhältnissen.
Der Staatsanwalt Adrien Combier-Hogg, der die Ermittlungen leitet, kündigte an, dass der Festgenommene im Laufe des Tages verhört werden soll. Zudem seien Kontakte mit anderen Behörden und Ländern aufgenommen worden. Das Schiff liegt derweil vor Trelleborg vor Anker.
Nach Angaben der schwedischen Küstenwache kam der gestoppte Tanker aus der Türkei. Das Ziel der Fahrt blieb unklar. Schweden war zuletzt verstärkt gegen mutmaßliche Schiffe der russischen Schattenflotte vorgegangen. Nach eigenen Angaben hat die Küstenwache mit dem aktuellen Fall zum fünften Mal in Folge ein verdächtiges Schiff geentert. Das skandinavische Land intensiviert damit seine Kontrollen im Ostseeraum, um die Durchsetzung der gegen Russland verhängten Sanktionen zu gewährleisten.
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