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Geldscheine, Medikamente, Gebäude – Donald Trump drückt allem, was ihm in den Sinn kommt, seinen Namen auf. Das liegt auch an seinem Machtverständnis.

„Ich habe wirklich ein großes Ego“, sagte Donald Trump im Februar bei einem öffentlichen Frühstück, und niemand im Raum widersprach. So berichtet es die „New York Times“ (NYT). Ein großes Selbstbewusstsein dürften alle US-Präsidenten mitgebracht haben. Das Problem beim aktuellen Amtsträger: Er trennt Amt und Verantwortung nicht von seinem Ego. Er nutzt beides, um der Öffentlichkeit seinen Stempel aufzudrücken.

Trump lässt überall sein Gesicht plakatieren, insbesondere in der liberalen Hauptstadt Washington D. C. Er versieht bestehende Gebäude mit seinem Namen und lässt neue Bauwerke errichten, die ebenfalls Trump heißen sollen. Und er zwingt sich in den Alltag von Bürgerinnen und Bürgern, indem er Pässen sein Konterfei verpasst, die „Trump Gold Card“ erfindet oder eine neue Website für günstigere Medikamente schafft, die „TrumpRx.gov“ heißt.

Donald Trumps Geltungsdrang

„Das ist nicht nur egoistische Selbstzufriedenheit, sondern eine Methode, die Macht des Präsidenten auszuweiten“, zitiert die „New York Times“ den Präsidentenhistoriker Michael Beschloss. „Ein Präsident ist mächtiger, so nimmt er wohl an, wenn er allgegenwärtig ist, als wenn er sich zurückhält.“

 „Normalerweise benennen Präsidenten Dinge nicht nach sich selbst“

Auch andere Präsidenten bekamen Denkmäler in der Öffentlichkeit. So gab es das John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington D. C., bevor Trump es umbenannte, oder den George Bush Intercontinental Airport in Houston. In der Hauptstadt gibt es mehrere prächtige Denkmäler für große US-Präsidenten. Doch all diese Ehrungen wurden von anderen verliehen, als diese Präsidenten nicht mehr im Amt waren – oder bereits tot.

„Normalerweise benennen Präsidenten Dinge nicht nach sich selbst, es ist andersherum: Die Menschen benennen Dinge nach Präsidenten“, sagt die Kommunikationsprofessorin Jennifer Mercieca der „New York Times“.

Trump sieht das erkennbar anders. Ein (unvollständiger) Überblick in Bildern.

Weitere Quellen:  „New York Times“, „Politico“, NPR, Reuters, Nachrichtenagentur DPA

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