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Am 1. Mai veranstaltet die AfD ein „Familienfest“ vor der Dresdner Frauenkirche. Die deutet auf Facebook an, dass das keineswegs begrüßt.

Der 1. Mai ist traditionell ein Tag, an dem Arbeiter Position beziehen – in Dresden nahm aber auch die Kirche dieses Recht für sich in Anspruch. Anlass war ein von der Alternative für Deutschland (AfD) organisiertes „Familienfest“ auf dem Neumarkt, dem zentralen Platz der sächsischen Landeshauptstadt.

Die Frauenkirche, die als eines der bekanntesten Wahrzeichen Dresdens gilt, kommentierte die Veranstaltung vor ihren Türen in einem Beitrag auf Facebook. Darin heißt es: „Wir können uns als Frauenkirche nicht aussuchen, wer auf dem zentralen Platz Dresdens und damit ,vor unserer Haustür' auftritt.“ Weiter führt der Beitrag aus: „Es gehört zu einer offenen liberalen Gesellschaft, dass sie auch öffentliche Meinungskundgaben derer aushält, die sie am liebsten abschaffen wollen.“

Frauenkirche in Dresden kritisiert AfD-Veranstaltung

Zugleich nimmt der Text Bezug auf die symbolische Bedeutung des Datums und religiöse Werte: Es seien „wir und viele mit uns damit konfrontiert, dass sich Gruppen präsentieren, die weder mit der Kernbotschaft des 1. Mai – Solidarität, noch mit der des Christentums – Barmherzigkeit, etwas im Sinn haben.“ Abschließend wird eine von der AfD verwendete Parole aufgegriffen: „Der Neumarkt solle sich blau färben, hat die AfD als Parole ausgegeben. Die Frauenkirche als zentrales Bauwerk auf dem Neumarkt ist aus Sandstein. Dieser färbt sich niemals blau.“

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Der Beitrag löste in den Kommentarspalten schnell zahlreiche Reaktionen aus. Wie zu erwarten, speziell auf der Plattform Facebook, fanden sich zahlreiche Beiträge aus dem rechten politischen Spektrum, die der Frauenkirche u.a. vorhielten, sich „unchristlich“ zu verhalten. Dazwischen aber auch viele zustimmende Rückmeldungen, die das öffentliche Positionieren der Kirche begrüßten.

Die Dresdner Frauenkirche wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut und nach ihrer Zerstörung im Zweiten Weltkrieg zwischen 1994 und 2005 wiederaufgebaut. Sie gilt heute als Symbol für Versöhnung und ist ein zentraler Ort des religiösen und kulturellen Lebens in Dresden, der von vielen Touristen besucht wird.

wt
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