Russlandfreundlicher Ex-Präsident Radew liegt mit Bündnis bei Wahl in Bulgarien deutlich vorne
Bei der Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich ein deutlicher Sieg des Bündnisses des Ex-Präsidenten Rumen Radew ab. Das Mitte-links-Bündnis Progressives Bulgarien holte laut Nachwahlbefragungen am Sonntag rund 38 Prozent der Stimmen. Das konservative Mitte-rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow lag demnach mit 16 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz.
Die Forschungsgruppe Trend ermittelte eine Wahlbeteiligung von 43,4 Prozent und geht davon aus, dass sechs Parteien die Vier-Prozent-Hürde überspringen könnten. Radew wäre auf Koalitionspartner angewiesen.
Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, gilt Radew als russlandfreundlich. Der 62-Jährige fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland und sieht Sofia dabei als „ein sehr wichtiges Bindeglied“. Er ist gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, da es nicht im Interesse seines „armen“ Landes sei, dafür Geld auszugeben. Allerdings hat Radew angekündigt, kein Veto gegen EU-Beschlüsse zum Ukraine-Krieg einzulegen.
Die achte Parlamentswahl binnen fünf Jahren war nach Massenprotesten gegen Korruption und nach dem Rücktritt der prowestlichen Koalitionsregierung von Ministerpräsident Rossen Scheljaskow im Dezember 2025 notwendig geworden. Seit 2021 konnte sich keine Regierung mehr als ein Jahr lang im Amt halten.
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