FDP in Bayern verkündet falsches Ergebnis – unterlegener Kandidat hatte Wahl schon angenommen
Die bayerische FDP hat nach einer Parteitagspanne einen neuen Landesvorsitzenden: Bei der Abstimmung in Ingolstadt setzte sich der frühere Landtagsabgeordnete Matthias Fischbach durch – das Parteitagspräsidium allerdings hatte zuvor bereits den unterlegenen Gegenkandidaten zum Sieger erklärt.
Fischbach erhielt 206 von 383 Stimmen, Gegenkandidat Moritz Fingerle 172 Stimmen. Doch bei der Projektion auf die große Leinwand und die Computer des Parteitagspräsidiums stand zunächst Fingerles Name oben. Der stellvertretende Vorsitzende der Münchner FDP hatte die Wahl bereits angenommen und zahlreiche Glückwünsche entgegengenommen. Dann korrigierte sich das Präsidium, und Fingerle erfuhr wie die ebenso überraschten Delegierten, dass doch Fischbach gewonnen hatte.
„Es gibt Dinge, die haben wir nicht nur noch nicht erlebt, die hätten wir uns auch gar nicht hätte vorstellen können“, sagte der neue Landesvorsitzende Fischbach anschließend. Das Parteitagspräsidium entschuldigte sich und merkte an, dass es eine ähnliche Panne in der Parteigeschichte der Liberalen mutmaßlich noch nie gegeben habe.
Fischbach will die Partei wieder in den Landtag führen, in Umfragen liegen die Liberalen aber weit unter der Fünf-Prozent-Hürde. Fischbachs Vorgänger Michael Ruoff war erst 2025 angetreten, hatte den Landesvorsitz aber vor wenigen Wochen wieder zur Verfügung gestellt.
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