ICE-Chef tritt zurück – Schlüsselfigur von Trumps Abschiebepolitik geht
Der amtierende Leiter der US-Einwanderungsbehörde ICE, Todd Lyons, will Ende Mai sein Amt niederlegen. Das teilte das Heimatschutzministerium am Donnerstag mit. Demnach soll am 31. Mai Schluss sein.
Heimatschutzminister Markwayne Mullin würdigte Lyons als wichtigen Führungskopf der Behörde. Er habe dazu beigetragen, die Sicherheit in den USA zu stärken, erklärte Mullin. Für seine weitere berufliche Laufbahn in der Privatwirtschaft wünsche man ihm alles Gute.
Todd Lyons, Leiter der US-EinwanderungsbehördeLyons war seit 2007 für die Einwanderungs- und Zollbehörde tätig und spielte zuletzt eine zentrale Rolle bei der Umsetzung der Migrationspolitik von Präsident Donald Trump. Unter seiner Leitung erhielt die Behörde zusätzliche Mittel vom Kongress, baute Personal und Haftkapazitäten aus und intensivierte Abschiebungsmaßnahmen.
Zugleich geriet ICE während Lyons’ Amtszeit immer wieder in die Kritik. Einsätze in mehreren US-Städten sorgten für Kontroversen, insbesondere nach dem Tod zweier Demonstranten. Auch im Kongress steht die Behörde unter Druck: Demokratische Abgeordnete fordern strengere Auflagen für die Arbeit der Einwanderungsbeamten.
Ein Nachfolger für Lyons wurde zunächst nicht benannt. Unklar ist auch, aus welchen Gründen er sein Amt niederlegt.
Das öffentliche Ansehen der Behörde ist zuletzt gesunken. Umfragen zufolge bewertet eine Mehrheit der US-Bürger ICE kritisch.
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