Eine ukrainische Armee-Einheit hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 100 Angriffe mit Kampfrobotern gegen russische Ziele an der Front ausgeführt. „Insgesamt hat es mehr als 100 solcher Einsätze gegeben“, hieß es am Mittwoch aus der ukrainischen NC-13-Einheit, die Teil der dritten ukrainischen Angriffsbrigade ist.

„Diese Einsätze umfassen das Ausschalten von feindlichen Soldaten sowie die Zerstörung von Schutzräumen, Kommandoposten und anderer feindlicher Infrastruktur“, hieß es weiter. „Das sind nicht mehr isolierte Vorfälle, sondern systematische Kampfeinsätze.“

Zum Einsatz kämen „Boden-Robotik-Kamikaze-Systeme“ und „mit Kampfmodulen ausgestattete Boden-Robotik-Systeme“. Roboter-Kampfsysteme könnten Infanterie-Einsätze ersetzen und damit ukrainische Verluste vermeiden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Montag gesagt, die Ukraine habe mit Kampfrobotern und Drohnen eine russische Stellung erobert. „Zum ersten Mal in der Geschichte dieses Krieges wurde eine feindliche Stellung ausschließlich mit unbemannten Systemen – Robotern und Drohnen – erobert“, nannte Selenskyj ein Beispiel. „Die Besatzer ergaben sich, und diese Operation wurde ohne Beteiligung der Infanterie und ohne Verluste auf unserer Seite durchgeführt.“

Die dritte ukrainische Angriffsbrigade erklärte am Mittwoch, dieser erste Einsatz dieser Art habe im Sommer 2025 stattgefunden. Damals hätten vier ferngesteuerte Fahrzeuge mit jeweils 30 Kilogramm Sprengstoff eine russische Frontstellung angegriffen, nachdem Soldaten der ukrainischen Infanterie die Stellung zweimal erfolglos angegriffen hätten.

Die russischen Soldaten hätten sich schließlich ergeben. „Das war der erste Roboterangriff auf feindliche Positionen der Welt, mit dem ohne Einsatz der Infanterie Gefangene gemacht wurden“, erklärte die Brigade.

Mindestens 14 Tote und Dutzende Verletzte bei russischen Angriffen

Die russische Armee überzog die Ukraine in der Nacht zum Donnerstag nach Behördenangaben erneut mit schweren Luftangriffen. 14 Menschen wurden getötet, Dutzende verletzt. Sieben Menschen seien in der südlichen Hafenstadt Odessa bei Raketen- und Drohnenangriffen getötet worden, erklärte der dortige Regionalgouverneur Serhij Lysak.

In der Hauptstadt Kiew seien mindestens vier Menschen getötet worden, darunter ein Zwölfjähriger, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram mit. Zudem seien allein in der Hauptstadtregion mindestens 45 Menschen verletzt worden.

Die russische Armee griff in der Nacht zum Donnerstag auch die Stadt Dnipro an. Dabei wurden nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanscha drei Menschen getötet. Aus Charkiw und Odessa wurden Verletzte gemeldet.

Bei einem ukrainischen Gegenangriff in der südrussischen Region Krasnodar wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Minderjährige im Alter von fünf und 14 Jahren getötet.

Russland greift die Ukraine seit dem Beginn des Angriffskriegs vor mehr als vier Jahren fast jede Nacht mit Hunderten Drohnen an. Zuletzt weitete die russische Armee zudem tagsüber ihre Luftangriffe aus.

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