Wo in Tokio die Tradition noch lebendig ist
Als der Fotograf Richard Koek das erste Mal nach Tokio reiste, kam alles anders als gedacht. "Ich hatte erwartet, die Zukunft zu betreten", erzählt er. "Eine perfektionierte Welt voller Hightech und Hektik. Die existiert auch – aber es ist lediglich ein Ausschnitt. Ich merkte, dass alles, was ich über die Stadt zu wissen glaubte, aus Kinofilmen und Massenmedien stammt. Diese Bilder über den 'Mythos Tokio' wollte ich beiseiteschieben."
Die Straßen der Stadt führten Koek dorthin, wo die Menschen leben. In Wohnhäuser mit improvisierten Stromleitungen, zum Kinderturnen, in Nudelküchen und Friseursalons. Manchmal, sagt er, hätten die Leute verwundert gefragt, warum ein Fotograf aus dem Ausland ausgerechnet nach Szenen suchte, die ihnen völlig banal erschienen. "Dann wusste ich, dass ich richtig bin. Ich möchte nicht das Fremde zeigen, was uns trennt – sondern das, was uns verbindet."
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