Im Zuge der Erstellung und Verbreitung eines Videoclips mit dem sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Sven Schulze (CDU) hat die Staatskanzlei Fehler eingeräumt. Man bedauere, „dass in diesem Einzelfall der Anschein einer Vermengung staatlicher und parteipolitischer Öffentlichkeitsarbeit entstanden ist, der nicht intendiert war“, sagte Regierungssprecherin Tanja Andrys auf Anfrage. „Es ist sichergestellt, dass sich dies nicht wiederholt.“

In dem Video bei Instagram gibt CDU-Landeschef Schulze den Zwillingsbrüdern Bill und Tom Kaulitz in fröhlichem Ton Tipps für Unterkünfte in Sachsen-Anhalt. Die beiden moderieren die nächste „Wetten, dass..?“-Sendung am 5. Dezember 2026 in Halle an der Saale. In ihrem Podcast hatten sich Bill und Tom Kaulitz zuvor Gedanken über die Übernachtungsmöglichkeiten in Halle gemacht.

Umstritten sind die Erstellung und Verbreitung von Schulzes Video. Es wurde in der Staatskanzlei vom Social-Media-Team der Pressestelle aufgenommen und sollte über die Social-Media-Kanäle verbreitet werden. Letztlich ging das Material jedoch an die CDU Sachsen-Anhalt, die das Video über ihren Kanal bei Instagram veröffentlichte.

Laut einem Bericht der „Mitteldeutschen Zeitung“ kritisierten Mitarbeiter der Staatskanzlei intern, dass die Trennung von Partei- und Staatsbediensteten damit nicht eingehalten worden ist.

Regierungen müssen das Neutralitätsgebot beachten. Sie dürfen ihre amtlichen Ressourcen und Kommunikationskanäle nicht für Parteiwerbung nutzen.

Nach der Aufnahme ging das Rohvideo von der Staatskanzlei an die Investitions- und Marketinggesellschaft (IMG) des Landes und sollte dort bearbeitet werden. Doch offenbar ist die Umsetzung nicht gelungen.

„Der von der IMG aufbereitete Clip entsprach als Reaktion auf den Gag der Kaulitz-Brüder bedauerlicherweise nicht den Erwartungen“, sagte Andrys. Weil die Aufnahme nicht ungenutzt bleiben sollte, hat die Regierungssprecherin das Rohmaterial der Agentur überlassen, die für den CDU-Landesverband tätig ist.

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