Nordkorea testet Mehrfachraketenwerfer – und der Diktator schwärmt
Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Sonntag berichtete, beaufsichtigte Machthaber Kim Jong-un den Test am Samstag, an dem „zwölf hochpräzise Mehrfachraketenwerfer vom Kaliber 600 Millimeter sowie zwei Artilleriekompanien beteiligt waren“. KCNA zitierte Kim mit den Worten, die Übung werde den Feinden Pjöngjangs „innerhalb der 420-Kilometer-Reichweite“ ein Gefühl der „Unruhe“ sowie „ein tiefes Verständnis für die Zerstörungskraft taktischer Atomwaffen“ vermitteln.
Die Raketen hätten ein mehr als 360 Kilometer entferntes Ziel auf einer Insel im Ostmeer getroffen, berichtete KCNA unter Verwendung der koreanischen Bezeichnung für das Japanische Meer mit. Kim lobte das hochmoderne Mehrfachraketenwerfersystem als „sehr tödliche und zugleich attraktive Waffe“.
Kim Jong-un und seine Tochter beobachten Abschuss
Von KCNA veröffentlichte Fotos zeigten mehrere Raketen, die von großen Fahrzeugen aus in die Luft geschossen wurden. Auf einer weiteren Aufnahme waren Kim und seine als mutmaßliche Nachfolgerin gehandelte Tochter Ju Ae zu sehen, wie sie den Abschuss aus der Ferne beobachteten.
Der südkoreanische Generalstab hatte nach eigenen Angaben am Samstag mehrere Raketenstarts aus Nordkorea in Richtung Ostmeer festgestellt. Das Präsidialamt in Seoul verurteilte die Raketenstarts als „Provokation, die gegen Resolutionen des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen verstößt“. Es forderte Pjöngjang nachdrücklich auf, solche Handlungen unverzüglich einzustellen.
Südkorea hält seit Montag seine jährlichen Militärübungen mit den USA ab. Die Führung in Pjöngjang hatte kürzlich mit Blick auf das Manöver mit „schrecklichen Konsequenzen“ gedroht.
Südkoreas Armee äußerte sich, nachdem Ministerpräsident Kim Min-seok ein mögliches baldiges Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un angedeutet hatte. Der südkoreanische Regierungschef, den Trump in Washington getroffen hatte, berichtete, dass Trump ihm gegenüber gesagt habe, ein Treffen mit Kim Jong-un „wäre gut“ und „es könnte passieren, wenn wir dieses Mal nach China reisen, oder auch nicht“. Trump will vom 31. März bis zum 2. April nach China.
Nordkorea verfügt Experten zufolge über dutzende nukleare Sprengköpfe und hat in der Vergangenheit wiederholt bekräftigt, diese trotz internationaler Sanktionen zu behalten. 2006 führte Pjöngjang seinen ersten Atomtest aus. Das weitgehend isolierte Land argumentiert, dass es Atomwaffen zur Abschreckung gegen eine angebliche militärische Bedrohung durch die USA und mit ihnen verbündete Staaten benötige.
AFP ckl- Kim Jong-un
- Nordkorea
- Mehrfachraketenwerfersystem
- KCNA
- Pjöngjang
- Donald Trump
- Sonntag
- Südkorea
- USA
- Japanisches Meer
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke