Auswertung von Satellitenfotos – Mädchenschule wurde laut Bericht während US-Angriffen getroffen
Die Bombardierung einer Mädchenschule im Iran am ersten Kriegstag ist einem US-Bericht zufolge während US-Angriffen auf eine nahegelegene Militäranlage erfolgt. Eine Auswertung der „New York Times“ von Satellitenbildern, verifizierten Videos und Beiträgen in den sozialen Medien habe ergeben, dass das Schulgebäude durch einen präzisen Schlag zerstört worden sei, der zeitgleich mit Angriffen auf einen angrenzenden Marinestützpunkt stattgefunden habe. Dieser werde von Irans Revolutionsgarden betrieben.
Offizielle Erklärungen, wonach US-Streitkräfte Marineziele nahe der Straße von Hormus angegriffen haben, wo sich der Stützpunkt befindet, „legen nahe, dass sie den Angriff höchstwahrscheinlich ausgeführt haben“, heißt es in der Analyse. Die „New York Times“ legt sich in ihrem Bericht jedoch nicht fest, dass der Angriff tatsächlich von US-Streitkräften ausgeführt wurde. Trumps Sprecherin Karoline Leavitt sagte zur Frage, ob das US-Militär verantwortlich sei: „Nicht, dass wir wüssten.“ Das Kriegsministerium untersuche die Angelegenheit.
Die ersten Informationen über das Bombardement der Schule stammten vom Staatsfunk des Iran, der der Kontrolle des Regimes unterliegt. Die Aufklärung des Angriffs ist schwierig, weil keine unabhängigen Reporter den Ort besuchen konnten. Darauf weist auch die „New York Times“ hin. Auch seien Waffenfragmente nicht sichtbar.
US-Kriegsminister Pete Hegseth kündigte eine Untersuchung an. „Alles, was ich sagen kann, ist, dass wir das untersuchen“, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz zur US-Militäroperation gegen den Iran. „Wir greifen natürlich niemals zivile Ziele an.“
Zugleich kritisierte er die Berichterstattung über solche Vorfälle. Alles laufe erfolgreich und zielgerichtet ab, „aber wenn ein paar Drohnen durchkommen oder tragische Dinge passieren, ist das eine Schlagzeile auf Seite eins“, sagte er mit Blick auf Iran.
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Bei dem Angriff in Minab im Süden des Landes waren nach iranischen Angaben am Samstagmorgen mindestens 168 Schülerinnen im Alter zwischen sieben und zwölf Jahren, 26 Lehrerinnen sowie vier Eltern ums Leben gekommen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Vertreter des israelischen Militärs hatten gesagt, ihnen seien keine Angriffe zu dem Zeitpunkt in der Region bekannt. Sie wollten die Berichte ebenso wie die Amerikaner prüfen. Das UN-Menschenrechtsbüro hatte am Dienstag eine umfassende Untersuchung verlangt.
Die USA führen seit mehreren Tagen Luftangriffe gegen militärische Ziele im Iran durch. Ziel der Operation ist es nach Angaben der Regierung, Irans Raketen- und Drohnenkapazitäten sowie militärische Infrastruktur zu zerstören.
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