Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmung in der Iran-Politik betont. „Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss“, sagte Merz in seinem kurzen Eingangsstatement bei seinem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Er freue sich sehr „über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen“. Man werde aber auch „über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind“, ergänzte Merz.

Trump nannte Merz einen „Freund“, den er „in sehr interessanten Zeiten“ treffe. „Unsere Länder kommen gut miteinander aus“, sagte Trump und fuhr mit einer Spitze gegen Altkanzlerin Angela Merkel fort. „Ich hatte meine Meinungsverschiedenheiten mit Angela. Ich habe gesagt: Sie schaden Ihrem Land mit Immigration, Sie schaden Ihrem Land mit der Energiepolitik. Und jetzt haben wir hier einen Mann zu meiner Rechten, der ziemlich genau das Gegenteil von Angela ist.“

Mit Blick auf den Iran betonte er, zunächst müsse das iranische Militär ausgeschaltet werden. Danach werde man sehen, sagt Trump. Es wäre wohl besser, wenn jemand innerhalb des Irans die Führung übernehmen würde. „Reza Pahlavi scheint eine interessante Person zu sein. Er ist sehr beliebt“, sagte er mit Blick auf den bekanntesten iranischen Oppositionellen und Kronprinzen. Er sprach ihm aber keine direkte Unterstützung aus. „Mir scheint, jemand aus den eigenen Reihen, der gerade beliebt ist – falls es so jemanden überhaupt gibt –, wäre besser.“ Es gebe Menschen innerhalb des Regimes, die moderater seien als „die Verrückten“.

Lob für Deutschland, Kritik an Spanien und Großbritannien

Für die Bundesregierung fand Trump positive Worte: „Deutschland ist großartig.“ Kritik übte er hingegen vor allem an Spanien, aber auch an Großbritannien.

„Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen“, sagte Trump. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen.

„Sie waren unfreundlich“, sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, „alle Deals“ mit Spanien einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar.

„Ich bin ebenfalls nicht glücklich über das Vereinigte Königreich“, sagte Trump. Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang. Trump sagte, es hätte deutlich bessere Lösungen dafür gegeben.

Merz hatte am Sonntag grundsätzlich das militärische Vorgehen Israels und der USA gegen den Iran verteidigt und dabei unter anderem auf die Bedrohung durch das iranische Atom- und Raketenprogramm verwiesen. Er betonte vor dem Hintergrund iranischer Vergeltungsangriffen in der Region aber gleichzeitig, das Vorgehen sei „nicht ohne Risiko“, und drängte auf die Vorbereitung einer Lösung nach der militärischen Auseinandersetzung.

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