Vance nennt Regimewechsel im Iran „nebensächlich“ – Trumps Hauptziel sei ein anderes
Vertreter der US-Regierung haben betont, dass es Präsident Donald Trump im Iran nicht in erster Linie um einen Machtwechsel gehe. In einer „perfekten Welt“ würden die USA es begrüßen, wenn jemand im Iran an die Macht käme, der bereit sei, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, sagte US-Vizepräsident J.D. Vance dem Sender Fox News.
Trumps Hauptziel sei aber, dass der Iran sich langfristig verpflichte, den Besitz einer Atomwaffe nicht anzustreben. Dafür sei es letztlich „nebensächlich“, was mit der Führung in Teheran passiere.
„Der Präsident wird nicht ruhen, bis er dieses überaus wichtige Ziel erreicht hat, nämlich sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen kann, nicht nur für die nächsten Jahre“, sagte Vance. Der US-Vizepräsident nannte diese Zielsetzung „klar und einfach“. Dies sei auch der Grund, warum er davon ausgehe, dass sich der Krieg nicht über Jahre hinziehe wie die Kriege in Afghanistan und Irak.
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„Es ist einfach unmöglich, dass Donald Trump zulassen wird, dass dieses Land in einen jahrelangen Konflikt gerät, dessen Ende nicht abzusehen ist und der kein klares Ziel hat.“ Vance, der selbst im Irak diente, war ein lautstarker Kritiker der Kriege im Nahen Osten.
In seiner ersten Videobotschaft zu den israelischen und US-Angriffen auf den Iran am Samstag hatte Trump die Iraner aufgerufen, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, hatte der US-Präsident die 90 Millionen Menschen im Iran aufgefordert.
US-Außenminister Marco Rubio legte am Montag (Ortszeit) nahe, dass es Unterschiede zwischen nachrangigen Wünschen der US-Regierung und konkreten Zielen ihres Einsatzes gebe. Zwar wünsche man sich eine neue Führung im Iran. Entscheidend sei aber, dass Teheran nicht über Drohnen und ballistische Raketen verfügen werde, egal wer regiere.
Noch deutlicher formulierte es der republikanische Sprecher des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, nach einem Iran-Briefing hochrangiger Vertreter der US-Regierung: „Das Ziel war nicht ein Regimewechsel.“ Vielmehr stünden die Zerstörung des iranischen Raketenprogramms sowie der iranischen Marine im Fokus.
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