Die Ukraine setzt nach Verhandlungen mit ​den USA über Wege zur Beendigung des Krieges auf den geplanten Dreier-Gipfel Anfang März mit Russland. Ziel sei es, den Weg für eine direkte Begegnung zwischen Selenskyj und Putin zu ebnen.

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09:40 Uhr – Feuer in russischem Treibstoffterminal - 120 Quadratmeter in Flammen

Im russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk brennt nach Behördenangaben ein Treibstoffterminal. ‌Das Feuer sei ⁠in der Nacht ​ausgebrochen ⁠und dauere an. Der ‌Brand sei ⁠auf eine ‌Fläche ​von ⁠120 ​Quadratmetern eingegrenzt ‌worden.

Sonntag, 1. März

15:23 Uhr – Vier Tote nach russischem Beschuss in Südukraine

Bei russischem Beschuss der Stadt Cherson im Süden der Ukraine sind vier Menschen getötet worden. Zwei ältere Frauen, die sich am Eingang eines Wohnhauses befanden, seien bei dem Angriff ums Leben gekommen, schrieb Gebietsgouverneur Olexander Prokudin bei Telegram. Eine 85-Jährige und ein 63 Jahre alter Mann seien im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.

14:34 Uhr – Besonders viele nächtliche russische Raketenangriffe auf Ukraine im Februar

Russland hat im vergangenen Monat so viele nächtliche Raketenangriffe auf die Ukraine verübt wie seit mindestens drei Jahren nicht mehr. Ziel der 288 im Februar abgefeuerten Raketen war vor allem die Energieinfrastruktur, wie eine am Sonntag veröffentlichte Auswertung der Nachrichtenagentur AFP zeigt, die auf ukrainischen Militärdaten basiert. Im Januar gab es 135 nächtliche russische Raketenangriffe in der Ukraine – weniger als halb so viele wie im Februar.

Die Zahl der nächtlichen russischen Raketenangriffe im vergangenen Monat war zudem so hoch wie noch nie seit dem Beginn der regelmäßigen Veröffentlichung von Angriffsstatistiken durch die ukrainische Armee Anfang 2023. Zuvor war mit 270 Raketenangriffen im Oktober 2025 ein Höchststand erreicht worden.

Russland griff die Ukraine laut Militärstatistik im Februar zudem über Nacht mit 5059 Langstreckendrohnen an – ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vormonat. Die Ukraine verübte im Gegenzug Drohnenangriffe auf russische Öllager und Raffinerien.

„In den drei Wintermonaten haben die Russen mehr als 14.670 Lenkbomben, 738 Raketen und fast 19.000 Angriffsdrohnen auf unser Volk abgefeuert“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Onlinediensten. „Trotz allem haben die Ukrainer diesen schwierigen Winter überstanden.“

11:15 Uhr – Russland setzte 19.000 Drohnen ein

Russland hat in der Nacht erneut die Ukraine mit Angriffen überzogen. In der Region Dnipropetrowsk wurden laut Militärgouverneur Olexandr Hanscha bei Attacken mit Drohnen und Artillerie ein Mensch getötet und vier weitere verletzt. Moskaus Armee nahm demnach die drei Landkreise Nikopol, Synelnykowe und Dnipropetrowsk ins Visier.

Dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge setzte Russland allein in der vergangenen Woche mehr als 1720 Kampfdrohnen, fast 1300 Gleitbomben und mehr als 100 Raketen gegen sein Land ein. Er warf Moskau vor, in diesem Winter nicht einmal versucht zu haben, Angriffe auf zivile kritische Infrastruktur zu rechtfertigen. In den drei Wintermonaten habe Russland mit fast 19.000 Kampfdrohnen, mehr als 14.670 Gleitbomben und 738 Raketen angegriffen. Die meisten der Drohnen seien vom ursprünglich iranischen Bautyp Schahed, den die iranische Führung derzeit im Nahen Osten einsetze, schrieb er in sozialen Medien.

04:57 Uhr – Belgien kapert Tanker der russischen Schattenflotte

Belgien hat nach eigenen Angaben in der Nacht einen Öltanker der russischen Schattenflotte gekapert. Die belgischen Streitkräfte hätten das Schiff mit Unterstützung Frankreichs festgesetzt, schrieb Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken auf X. Der Tanker werde zum Hafen von Seebrügge eskortiert, wo er beschlagnahmt werde. Weitere Informationen nannte Francken nicht.

Belgiens Premierminister Bart de Wever gratulierte dem Militär auf X zu „der erfolgreichen Operation in dieser Nacht“, ohne den Vorgang konkret zu benennen. Er dankte Frankreich und fügte hinzu: „Belgien wird das internationale Seerecht und die Sicherheit seiner Hoheitsgewässer wahren.“

Samstag, 28. Februar

17:00 Uhr – Rosneft Deutschland bleibt unter Treuhandverwaltung

Die deutschen Tochterunternehmen des russischen Rosneft-Konzerns bleiben unter Treuhandverwaltung des Bundes. Die Regierung ordnete auf einer neuen Rechtsgrundlage eine Verlängerung an und setzte die Bundesnetzagentur als Treuhänderin ein, wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte.

13:02 Uhr – Ukraine stellt sich an die Seite der iranischen Bevölkerung

Die Ukraine hat ihre Unterstützung für das iranische Volk betont. Die iranische Führung habe Möglichkeiten für Diplomatie ignoriert, teilte das Kiewer Außenministerium auf der Plattform X mit. Der Grund für die derzeitigen Ereignisse sei die Gewalt und Willkür der iranischen Führung, insbesondere die Tötungen und Repressionen gegen friedliche Demonstranten, die in den letzten Monaten besonders groß geworden seien. Das Ministerium warf Teheran Menschenrechtsverletzungen im Land vor sowie Unterstützung militanter Gruppen, die Chaos in andere Länder der Region gebracht hätten, und Unterstützung Russlands in dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

12:02 Uhr – Medwedew kritisiert Angriffe auf den Iran

Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew hat die US-Angriffe auf den Iran scharf kritisiert. „Der Friedensstifter hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt“, schrieb der Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin am Samstag im Onlinedienst Telegram. „All die Gespräche mit dem Iran waren nur ein Deckmantel. Daran hat nie jemand gezweifelt.“ Niemand sei daran interessiert gewesen, „irgendetwas Konkretes zu verhandeln“ schrieb Medwedew, der derzeit Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats ist.

Die russische Botschaft in Teheran verurteilte die „Aggression der USA und Israels“ und forderte die russischen Staatsbürger im Iran auf, das Land nach Möglichkeit zu verlassen. Alle sollten „wachsam“ bleiben und „Militär- und Regierungseinrichtungen“ meiden, erklärte die Botschaft.

3:43 Uhr – Selenskyj spricht über Privatleben

Mehr als vier Jahre Krieg in der Ukraine haben nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj auch Auswirkungen auf dessen Familienleben. „Während des Krieges bin ich nicht der beste Vater“, sagte Selenskyj in einem Interview des britischen Senders Sky News. Er habe nicht allzu viel Zeit für seine Kinder. „Ich bin der Präsident der Ukraine, ich vergleiche meine Arbeit nicht“, sagte Selenskyj demnach weiter. Er habe seine Pflicht gewählt. „Meine Wahl ist die Ukraine. Deshalb habe ich gesagt, ich bin während des Krieges kein guter Vater.“

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