Trump „nicht glücklich mit der Art und Weise“ – Berlin rät „dringend“ von Reisen nach Israel ab
US-Präsident Donald Trump gibt sich „nicht glücklich“ mit dem Verhalten Irans in den Atom-Verhandlungen. Er verwies aber auch auf spätere Gespräche. „Ich bin nicht glücklich mit der Tatsache, dass sie uns nicht geben wollen, was wir haben müssen“, sagte Trump am Freitag gegenüber Reportern am Weißen Haus.
„Das finde ich nicht gut. Wir werden sehen, was passiert. Wir reden später. Wir sind nicht wirklich glücklich mit der Art und Weise, wie sie verhandeln. Sie können keine Nuklearwaffen besitzen“, so Trump. Er wolle keine militärische Gewalt anwenden, „aber manchmal muss man das“.
Die Gespräche über das iranische Atomprogramm laufen vor dem Hintergrund des Zusammenziehens einer großen Streitmacht der US-Armee in der Region. Um den Druck auf den Iran zu erhöhen, hatten die USA in den vergangenen Wochen ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt und zwei Flugzeugträger sowie mehr als ein Dutzend weitere Kriegsschiffe in die Region verlegt. Der weltgrößte Flugzeugträger „USS Gerald R. Ford“ sollte am Freitag vor der Küste Israels eintreffen. Der Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ war bereits zuvor an den Golf geschickt worden.
Unterdessen bemüht sich der Oman um Vermittlung in dem Konflikt. Einem Insider zufolge trifft der omanische Außenminister dazu am Freitag in Washington mit US-Vizepräsident J.D. Vance zusammen.
Das US-Außenministerium kündigte zudem für Montag einen Besuch von Außenminister Marco Rubio in Israel an, bei dem er Gespräche über den Konflikt mit dem Iran führen werde. Anders als seit Jahrzehnten üblich nimmt der Minister bei der Reise keine Reporter in seinem Flugzeug mit.
Angesichts der wachsenden Spannungen rät die Bundesregierung derweil „dringend“ von Reisen nach Israel ab. Einen entsprechenden Reise- und Sicherheitshinweis verbreitete das Auswärtige Amt am Freitagabend. „Von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem wird dringend abgeraten“, heißt es darin.
„Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv bleibt voll arbeitsfähig“, hieß es zudem aus dem Auswärtigen Amt. „Wir beobachten die Lage sehr aufmerksam und stehen im engen Austausch mit unserer Botschaft in Tel Aviv, auch zur Sicherheitssituation unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort und ihren Familienangehörigen.“ Auch die Lage im Iran werde „sehr aufmerksam“ beobachtet.
Zuvor hatte die US-Regierung Botschaftsmitarbeitern in Israel eine umgehende Ausreise nahegelegt. Großbritannien verkündete den Abzug seines gesamten Botschaftspersonals aus dem Iran und eine Verlegung von Teilen des Personals aus Tel Aviv wegen „regionaler Spannungen“.
Die Entwicklungen bestärken die Furcht vor einer militärischen Eskalation in der Region. Trump hat Teheran eine Frist bis Anfang März gesetzt, um sich mit Washington auf ein neues Atomabkommen zu einigen.
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