In diesem Anwesen verbrachte Drogenboss „El Mencho“ seine letzten Stunden
Ein luxuriöses Anwesen, eine unordentliche Küche und ein Schrank voller Medikamente. Von der Nachrichtenagentur Reuters veröffentlichte Bilder aus dem Haus des getöteten Drogenbosses „El Mencho“ geben Einblicke in sein privates Umfeld und zeigen, unter welchen Bedingungen einer der einflussreichsten Akteure im mexikanischen Drogenhandel die letzten Stunden vor seinem Tod verbrachte.
Die Villa von „El Mencho“ befindet sich im Tapalpa Country Club, einer abgeschlossenen Wochenendsiedlung im westmexikanischen Bundesstaat Jalisco. Bilder von außen zeigen ein luxuriös wirkendes Haus mit Steinmauern auf einer Anhöhe sowie einen gepflegten Rasen rund um das Anwesen.
Im Inneren ist eine Küche zu sehen, deren Arbeitsplatte mit zahlreichen Verpackungen, Essensresten und Küchenutensilien zugestellt ist. Reuters berichtet außerdem von verdorbenen Erdbeeren sowie Kisten mit Kartoffeln und Tomaten, die auf dem Küchenboden lagerten.
Ein weiteres Foto gibt einen Einblick in den Medikamentenvorrat des Hauses. Zu sehen sind Mittel gegen Migräne, Schlaflosigkeit, Sodbrennen und Pilzinfektionen.
Auf einem Tisch sind Figuren katholischer Heiliger zu sehen. Daneben liegt ein handschriftlicher Brief, auf dem auf Spanisch eine Passage aus der Bibel über das Vertrauen in Gott zu lesen sein soll. Reuters berichtet, dass in der Nähe des Anwesens als Folge der heftigen Kämpfe zudem zahlreiche ausgebrannte Fahrzeuge stünden.
Ein weiterer Raum zeigt ein Bett, auf dem Decken und Kissen wild durcheinander liegen. Dazu ist ein halb abgezogenes Spannbetttuch zu erkennen. Ob die Zustände im Haus eine Folge der militärischen Operation waren, ist nicht bekannt.
„El Mencho“ wurde am Wochenende von mexikanischen Sicherheitsbehörden getötet. Die USA hatten eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar auf ihn ausgesetzt. Der ehemalige Polizist führte seit 2011 das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generación.
Der Drogenboss wurde Medienberichten zufolge bei einem Militäreinsatz auf seinem Anwesen schwer verletzt. Demnach habe er noch versucht, über den Garten zu flüchten, wurde jedoch gefasst. Auf dem Luftweg nach Mexiko-Stadt sei er schließlich gestorben, wie es in einer offiziellen Mitteilung der mexikanischen Behörden heißt.
Nach der Bekanntgabe des Todes von „El Mencho“ durch die mexikanische Armee wurden bei anschließenden Kämpfen zwischen Sicherheitskräften und Angehörigen seines Drogenkartells mindestens 74 Menschen getötet, darunter 25 Nationalgardisten.
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