62 Tote nach Tod von Mexikos Kartellchef „El Mencho“
Nach dem Tod des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera sind bei der Militäraktion und den anschließenden Gewaltausbrüchen insgesamt 62 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien 25 Angehörige der Nationalgarde und 34 mutmaßliche Gangmitglieder, teilten die Behörden am Montag mit.
Der Hinweis auf den Aufenthaltsort des als „El Mencho“ bekannten Anführers des Kartells Jalisco Nueva Generacion (CJNG) sei von einer Vertrauten einer seiner Geliebten gekommen. Bei dem Einsatz in der Stadt Tapalpa im Bundesstaat Jalisco wurde auch Osegueras rechte Hand und Finanzchef „El Tuli“ getötet, der ein Kopfgeld von 20.000 Pesos (rund 1000 Euro) auf Militärangehörige ausgesetzt hatte. Die Sicherheitskräfte fanden am Einsatzort Granatwerfer, Raketenwerfer und Mörsergranaten.
Gewaltreaktion des Kartells in weiten Teilen Mexikos
Die Gewaltreaktion des Kartells erfasste weite Teile des Landes mit 85 Straßenblockaden in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten. Nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft wurden 70 Personen in sieben Bundesstaaten festgenommen. Der Handelskonzern Femsa meldete über 200 Vorfälle an seinen Oxxo-Geschäften und Tankstellen.
US-Präsident Donald Trump forderte Mexiko am Montag erneut zu einem härteren Vorgehen gegen die Kartelle auf. „Mexiko muss seine Anstrengungen gegen Kartelle und Drogen verstärken!“, schrieb er in sozialen Medien. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte betont, die Lage normalisiere sich wieder.
Der Militäreinsatz war am Sonntag mit US-Geheimdienstunterstützung erfolgt. Die USA hatten ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar auf Oseguera ausgesetzt.
Reuters lpb- Mexiko
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