AfD-Affäre: Mehrheit für Verbot von Überkreuz-Anstellungen von Verwandten
Eine Mehrheit der Bundesbürger befürwortet ein Verbot, wonach Abgeordnete keine Verwandten von Parteifreunden mehr als Mitarbeiter beschäftigen dürfen. Das geht aus einer Forsa-Umfrage des Magazins stern und des Senders RTL hervor, nach der 55 Prozent für ein solches Verbot sind, während 39 Prozent die bisherige Praxis weiterhin erlauben wollen. Sechs Prozent gaben dazu an: „weiß nicht“.
AfD-Anhänger mehrheitlich gegen Beschäftigungsverbot
Mehrheitlich gegen ein Verbot sind ausgerechnet nur die Anhänger der AfD, die aufgrund entsprechender Fälle in ihrer Landtagsfraktion in Sachsen-Anhalt die Debatte über eine Untersagung solcher Praktiken ausgelöst hatte. Rechtlich sind solche Konstellationen bislang zulässig, sie stehen jedoch zunehmend in der Kritik, weil sie als mögliche Form indirekter Vetternwirtschaft gewertet werden.
Vor diesem Hintergrund denkt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über strengere Transparenzregeln bis hin zu gesetzlichen Einschränkungen nach. Die Diskussion reiht sich in eine breitere Auseinandersetzung über Integrität und Vertrauen in politische Institutionen ein.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1007 Deutsche für die repräsentative Erhebung für den stern und den Sender RTL am 19. und 20. Februar 2026. Die mögliche Fehlerquote liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.
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