Mütterrente kostet jährlich 13,5 Milliarden Euro
- 119 Milliarden Euro Gesamtkosten seit 2019
- Anrechnung von Kindererziehungszeiten
- Ab 2027 drei Jahre Erziehungszeit angerechnet
Die sogenannte Mütterrente kostet die gesetzliche Rentenversicherung jährlich rund 13,5 Milliarden Euro. Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilte, lagen die Kosten für die 2014 eingeführte Mütterrente I im Jahr 2024 bei rund 9 Milliarden Euro, während die seit Januar 2019 wirksame Mütterrente II im selben Jahr etwa halb so hohe Kosten verursachte. Zuerst hatte das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) darüber berichtet.
119 Milliarden Euro Gesamtkosten seit 2019
Wie die Deutsche Rentenversicherung Bund als einer von 16 Trägern der gesetzlichen Rentenversicherung mitteilte, beliefen sich die Gesamtkosten der Mütterrente seit ihrer Einführung im Jahr 2014 auf knapp 119 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 lagen die Kosten der Mütterrente I bei rund 7 Milliarden Euro. Im Jahr der Einführung der Mütterrente II 2019 waren es rund 8,1 Milliarden Euro für die Mütterrente I und rund die Hälfte für die Mütterrente II.
Anrechnung von Kindererziehungszeiten
Mit der Mütterrente werden seit Juli 2014 für Kinder, die vor 1992 geboren wurden, zwei Jahre Kindererziehungszeiten bei der Rentenberechnung angerechnet (Mütterrente I). Bis Juni 2014 konnte für die vor dem Jahr 1992 geborenen Kinder lediglich eine Kindererziehungszeit von einem Jahr angerechnet werden. Seit Anfang 2019 (Mütterrente II) können bis zu zweieinhalb Jahre Kindererziehungszeiten für die Rentenberechnung berücksichtigt werden.
Ab 2027 drei Jahre Erziehungszeit angerechnet
Ab 2027 ist auf Drängen der CSU eine weitere Ausweitung der Mütterrente geplant. Dann sollen drei Jahre Kindererziehungszeit für die Rentenberechnung berücksichtigt werden. Die jährlichen Kosten würden dann um weitere fünf Milliarden Euro steigen. Anders als bei den Vorgängerregelungen sollen die Mehrkosten für die Rentenversicherung bei der nächsten Mütterrente-Reform durch einen Bundeszuschuss aus Steuermitteln finanziert werden.
dpa/AFP (dni)
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