ICE-Beamte erschießen Mann in Minneapolis
Beamte der US-Einwanderungsbehörde haben in Minneapolis einen Mann erschossen. Der 51-Jährige erlag seinen Verletzungen, wie aus Krankenhausunterlagen hervorging, die der Nachrichtenagentur AP vorlagen. Der Gouverneur des Staates Minnesota, Tim Walz, teilte kurz zuvor mit, Beamte der Behörde ICE hätten am Samstag im Zuge des verschärften Vorgehens gegen Einwanderer eine Person angeschossen. Die genauen Umstände des Zwischenfalls waren unklar.
Der Demokrat schrieb auf der Plattform X, es habe sich ein schrecklicher Schussvorfall durch einen Bundesbeamten am Samstagmorgen ereignet. Er habe mit dem Weißen Haus gesprochen, schrieb der Gouverneur. „Minnesota hat es satt. Das ist abscheulich“, schrieb Walz weiter. Trump müsse den Einsatz beenden. „Zieht die Tausenden gewalttätigen, ungeübten Beamten aus Minnesota ab. Jetzt.“
Die Stadt Minneapolis postete auf X, man sei über Berichte über einen Schussvorfall in der Stadt unter Bundesbeamten-Beteiligung informiert und arbeite daran, Details mitzuteilen.
Die Sprecherin des US-Heimatschutzministeriums, Tricia McLaughlin, teilte der AP mit, die angeschossene Person habe eine Schusswaffe mit zwei Magazinen bei sich gehabt. Die Lage entwickele sich noch. Das Ministerium veröffentlichte außerdem das Foto einer Handfeuerwaffe, die sich bei der erschossenen Person befunden haben soll.
Unter anderem auf der Plattform X kursieren Videos von dem Vorfall. Sie zeigen, wie ein Mann, offenbar ein Demonstrant, von mehreren ICE-Beamten zu Boden gebracht wird und sich heftig wehrt. Dann sind mehrere Schüsse zu hören, der Mann bleibt anschließend leblos liegen.
Anfang Januar hatte ein Beamter der Einwanderungsbehörde ICE in Minneapolis eine 37-Jährige in ihrem Auto erschossen. Der Fall hatte großes Entsetzen und Proteste ausgelöst. Die Regierung bezeichnete das Vorgehen als Notwehr, Demokraten und Demonstranten sprachen von übermäßiger Gewalt und mangelnder Transparenz bei der Aufarbeitung.
Die ICE-Einsätze sind Teil der verschärften Abschiebepolitik in der zweiten Amtszeit von US-Präsident Trump. Seit Beginn der verstärkten Einsätze in Minnesota sind nach Angaben der US-Regierung rund 3.000 Menschen festgenommen worden. Mehrere Klagen lokaler Behörden gegen das Vorgehen der Bundesbehörden sind derzeit bei Gerichten anhängig.
Haftungsausschluss: Das Urheberrecht dieses Artikels liegt bei seinem ursprünglichen Autor. Der Zweck dieses Artikels besteht in der erneuten Veröffentlichung zu ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Sollten dennoch Verstöße vorliegen, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit uns auf. Korrektur Oder wir werden Maßnahmen zur Löschung ergreifen. Danke