„Maskierte Beamte zerrten mich aus meinem Auto und fesselten mich wie ein Tier“
Eine US-Bürgerin ist auf dem Weg zu einem Arzt in Minneapolis von Beamten der Einwanderungsbehörde ICE aus ihrem Auto gezerrt und festgenommen worden. Das ging aus einer von der Frau am Donnerstag veröffentlichten Erklärung hervor, nachdem ein Video der Festnahmen in den sozialen Medien Millionen Aufrufe erhalten hatte.
Die Betroffene Aliya Rahman sagte, sie sei in ein Abschiebezentrum gebracht worden, wo ihr medizinische Versorgung verweigert worden sei und sie das Bewusstsein verloren habe.
In dem Video zerschlägt ein maskierter Beamter Rahmans Beifahrerfenster, während andere ihren Sicherheitsgurt durchtrennen und sie durch die Fahrertür aus dem Auto ziehen. Zahlreiche Sicherheitskräfte tragen sie anschließend an Armen und Beinen zu einem ICE-Fahrzeug. „Ich bin behindert und wollte zum Arzt, deshalb habe ich mich nicht bewegt“, sagte Rahman und deutete die Straße entlang, während Beamte ihre Arme auf den Rücken drehten.
„Maskierte Beamte zerrten mich aus meinem Auto und fesselten mich wie ein Tier, selbst nachdem ich ihnen gesagt hatte, dass ich behindert bin“, sagte Rahman. Rahman habe sich in einer unübersichtlichen und angespannten Situation befunden, erklärte Alexa Van Brunt, ihre Anwältin und Direktorin des MacArthur Justice Center. Nach Angaben ihrer Anwältin wurde Rahman im Krankenhaus untersucht und medizinisch versorgt. Anschließend sei sie wieder entlassen worden.
Ministerium: Unruhestifterin behinderte ICE-Einsätze
Das US-Heimatschutzministerium erklärte, sie sei eine Unruhestifterin gewesen, die ICE-Beamte in der Gegend bei ihren Einsätzen behindert habe. Das Department machte keine Angaben, ob Rahman angeklagt wurde und äußerte sich nicht zu ihrer Behauptung, dass ihr medizinische Behandlung verweigert worden sei.
Das Video von Rahmans Festnahme gehört zu mehreren Aufnahmen, die in den vergangenen Tagen millionenfach gesehen und derzeit überprüft werden. In einem weiteren ICE-Einsatz wurde am Mittwoch ein Migrant aus Venezuela am Bein verletzt. Nach Angaben des Heimatschutzministeriums handelte der Beamte in Notwehr.
Zu den Schüssen kam es rund sieben Kilometer nördlich des Ortes, an dem ein ICE-Beamter die 37-jährige Renee Good am 7. Januar am Steuer ihres Wagens erschossen hatte. Der Vorfall hat landesweit und insbesondere im US-Bundesstaat Minnesota zu Protesten geführt.
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