„Bemerkenswerte Entwicklung“ – Frontex verzeichnet weniger illegale Grenzübertritte
Die irreguläre Migration in die Europäische Union ist deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2025 versuchten rund 178.000 Menschen, über die Grenzen in die EU zu gelangen – mehr als ein Viertel weniger als im Vorjahr. Nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex ist das der niedrigste Wert seit 2021.
Frontex bewertete den Rückgang in seinem Bericht als „bemerkenswerte Entwicklung“. Die Behörde warnte aber zugleich, dass die Situation an den Außengrenzen der EU ungewiss bleibe. „Der Trend geht in die richtige Richtung, aber die Risiken verschwinden nicht“, sagte Frontex-Direktor Hans Leijtens. Die enge Kooperation seiner Behörde mit Regierungen und Partnern in Staaten außerhalb der EU habe gute Ergebnisse gebracht.
2024 wurden laut Frontex deutlich weniger irreguläre Versuche, in die EU zu kommen, auf der westafrikanischen Route (-63 Prozent), auf der Westbalkanroute (-42 Prozent) und an den östlichen Landgrenzen der EU zu Belarus (-37 Prozent) verzeichnet. Den Rückgang auf der Westbalkanroute führt Frontex auf verbesserte Sicherheitsmaßnahmen und Kooperation mit Bosnien-Herzegowina zurück.
Viele Migranten aus Ägypten, Bangladesch und Afghanistan
Die meisten Menschen, die Frontex bei den irregulären Grenzübertritten registrierte, haben eine bangladeschische, ägyptische oder afghanische Staatsangehörigkeit.
Der zentrale Mittelmeerraum bleibt die wichtigste Route für irreguläre Migration in die EU. Rund ein Drittel aller Grenzübertritte entfiel 2025 auf diesen Weg, meist von Libyen nach Italien. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich hier kaum etwas verändert: Die Zahl der Versuche lag bei rund 66.300 und damit nur etwa ein Prozent niedriger als zuvor.
Auf der Route über das östliche Mittelmeer zeigt sich ein differenziertes Bild. Zwar ging die Zahl der irregulären Grenzübertritte dort insgesamt um 27 Prozent zurück. Gleichzeitig wurden aber dreimal so viele Versuche gezählt, vom Osten Libyens zur griechischen Insel Kreta zu gelangen wie noch 2024. Das zeigt, wie schnell sich Migrationsdruck und bevorzugte Routen verändern können.
Eine Fluchtroute wird häufiger genutzt
Besonders über die westliche Mittelmeerroute – also etwa von Algerien nach Spanien – nahmen die irregulären Überfahrten im vergangenen Jahr zu. Frontex registrierte nach eigenen Angaben 14 Prozent mehr als 2024.
Einen leichten Rückgang gab es dagegen bei den irregulären Ausreisen nach Großbritannien. Die Zahl der Versuche, über den Ärmelkanal zu kommen, sanken demnach um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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