Nach dem tagelangen Stromausfall in Berlins Südwesten kam um kurz nach 22 Uhr am Mittwochabend die offizielle Entwarnung per Handyalarm: „Entwarnung: Wiederherstellung der Stromversorgung im Südwesten Berlins“, so war es auf den Smartphone-Displays zu lesen. Einige Stunden vorher hieß es, „99,9 Prozent“ der Haushalte in Steglitz-Zehlendorf seien wieder mit Elektrizität versorgt. Das hatte ein Sprecher der Stromnetze Berlin mitgeteilt.

Wie sieht die Lage tatsächlich aus? WELT verschaffte sich in der Nacht zum Donnerstag vor Ort einen Überblick. Vereinzelt sind in Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee und Schlachtensee weiterhin Notstromaggregate in Betrieb. Ihr durchgehendes Brummen ist in mehreren Straßenzügen deutlich zu hören.

THW, Feuerwehr und Polizei sind weiter im Einsatz, sichern laufende Generatoren und kontrollieren die Versorgung. In Wannsee muss die Feuerwehr Aggregate mit Diesel betanken. Über die Online-Plattform für Störungsmeldungen Störungsauskunft.de wurden Ausfälle am Nachmittag und Abend gemeldet.

Ein Wohnheim für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit geistigen und mehrfachen Behinderungen in Nikolassee wird auch in der Nacht weiter über Generatorstrom versorgt. Der Eindruck vor Ort: Der Strom gilt als zurück, ist es aber nicht überall verlässlich.

Sergen Kaya ist Volontär im Investigativ-Ressort.

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