Reparatur erfolgreich – Stromversorgung soll ab 11 Uhr wieder aufgenommen werden
Nach dem verheerenden Stromausfall im Berliner Südwesten kann die Stromversorgung heute einen Tag früher als geplant wieder aufgenommen werden. „Wir fahren heute ab 11 Uhr das Stromnetz in den betroffenen Gebieten schrittweise wieder hoch“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner WELT. Die erfolgreiche Reparatur des Netzes ist an der Stelle des Anschlags, einer Kabelbrücke über den Teltowkanal, erfolgt. Parallel war an einer Ausweichlösung an der Argentinischen Allee in Zehlendorf gearbeitet worden.
„Möglich wurde das auch, weil wir die Großschadenslage ausgerufen und damit die notwendigen Kräfte und Abläufe gebündelt haben. Es war richtig, parallel an zwei Standorten zu arbeiten – so konnten die Reparaturen schließlich am Anschlagsort erfolgreich abgeschlossen werden“, sagte Wegner.
Am Mittwochmorgen waren nach dem als Linksextremismus eingestuften Anschlag auf die Stromversorgung noch rund 19.900 Haushalte ohne Strom. Nach Angaben von Stromnetz Berlin vom Mittwoch waren zudem noch etwa 850 Gewerbebetriebe betroffen. Der Netzbetreiber bat seine Kunden, die wieder versorgt wurden, den Verbrauch zunächst „auf ein unbedingt notwendiges Minimum zu beschränken“.
Ursprünglich hatte der Betreiber Stromnetz Berlin die Wiederherstellung der Versorgung für Donnerstag angekündigt.
„Ich danke allen Beteiligten für die schnelle und professionelle Lösung dieser Krise“, sagte Wegner. „Es ist mir persönlich wichtig, dass wir jetzt die Menschen beim Wiederhochfahren unterstützen, damit insbesondere Heizungsanlagen keinen Schaden nehmen.“ Man werde aus dieser Lage „die notwendigen Schlüsse“ ziehen und die Resilienzstruktur Berlins weiter verbessern.
Grund für den großflächigen Stromausfall war ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannt hat. Ab Samstagfrüh waren zunächst insgesamt 45.000 Haushalte und 2200 Gewerbeeinheiten ohne Strom.
Ermittler stuften ein Bekennerschreiben der Organisation namens „Vulkangruppe“ als glaubwürdig ein. Zunächst ermittelte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft. Zuletzt übernahm die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, der verfassungsfeindlichen Sabotage, der Brandstiftung und der Störung öffentlicher Betriebe.
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