„Blaue und Rote Flecken“ – AfD-Politiker bei Ausschreitung mit Antifa verletzt
In Gießen ist ein AfD-Bundestagsabgeordneter am Rande der Gründungsversammlung der neuen AfD-Jugendorganisation in einer Auseinandersetzung mit Linksextremisten verletzt worden. Es handelt sich um den 35-jährigen Julian Schmidt aus Hessen.
Schmidt war am Samstagmorgen zu Fuß mit mehreren Begleitern unterwegs in Richtung der Hessenhallen, dem Versammlungsort. Um 7.55 Uhr traf die Gruppe nach Beobachtungen eines WELT-Reporters in der Gottlieb-Daimler-Straße in einem Gewerbegebiet auf eine größere Gruppe vermummter Gegendemonstranten der linksextremistischen Antifaschistischen Aktion.
Die Protestgruppe fing die AfD-Teilnehmer ab, kreiste sie ein und pöbelte sie unter dem Ruf „Faschisten raus“ an. Nach einem ersten Schlag aus der Gruppe der Linksextremen gingen auch Schmidt und seine Begleiter auf die Angreifer los. Im Verlaufe der Auseinandersetzung wurde Schmidt zu Boden gestoßen und mit Obst beworfen. Die „Junge Freiheit“ postete bei X ein Video, das diesen Teil des Vorfalls zeigt.
Die Polizei griff zunächst nicht ein und beobachtete die Situation, während Schmidt zweimal erneut in Richtung der angreifenden Gegendemonstranten lief. Die Lage schien sich etwas zu beruhigen, da Schmidt mit einem der Linksextremisten einige Worte wechselte.
Dann schritten die Beamten ein und trennten die Lager. Schmidt und seine Begleiter wurden von der Polizei zur Überprüfung der Identität festgesetzt. Eine Person aus dem Lager der Linksextremen wurde festgenommen. Zudem wurde ein BMW im Verlauf der Auseinandersetzung beschädigt.
Ein Video des WELT-Reporters zeigt den zweiten Teil der Auseinandersetzung.
Schmidt mit Verletzungen im Gesicht auf AfD-Veranstaltung in Gießen
Schmidt konnte seinen Weg zum Versammlungsort später fortsetzen und saß im Plenum des Treffens. Auf der Gründungsversammlung der „Generation Deutschland“ sagte AfD-Chefin Alice Weidel anschließend, Schmidt sei „zusammengeschlagen“ worden. Sie sprach von einer „Gewaltbereitschaft, vor der man sich regelrecht fürchten muss“.
Schmidt selbst äußerte sich gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. Er sei nach dem Abstellen des Autos in der Nähe der Halle von rund 20 Leuten angegriffen worden. Blaue und rote Flecken auf Nase und Jochbein seien Folgen des Angriffs. Er sprach von einer neuen Qualität der Konfrontation.
Die Polizei sagte, ein AfD-Bundestagsabgeordneter sei in Heuchelheim, einer Nachbargemeinde von Gießen, verletzt und der mutmaßliche Täter festgenommen worden. Die Ermittlungen liefen. Weitere Details und den Namen des Betroffenen nannte die Polizei nicht.
Nach Polizeiangaben demonstrierten am Samstag 25.000 Menschen gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation „Generation Deutschland“. In der Innenstadt hatten verschiedene Gruppen gegen Rechts zu Kundgebungen aufgerufen, im Bereich der Hessenhallen machten vor allem gewaltbereite Demonstranten mobil. Sie versuchten, Zufahrtswege zu blockieren, die Polizei setzte Wasserwerfer ein.
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