Weißes Haus beklagt „ausländische Einflussnahme“ aus Deutschland wegen „Politico“-Artikel
Das Weiße Haus hat einen kritischen Artikel über die Ukraine-Verhandlungen des US-Gesandten Steve Witkoff in dem US-Nachrichtenportal „Politico“ (gehört wie WELT zu Axel Springer) als „ausländische Einflussnahme“ verurteilt. Der Artikel des zum deutschen Springer-Verlag gehörenden Portals sei ein „journalistischer Fehlschlag“, schrieb US-Vizepräsident J.D. Vance am Freitag im Onlinedienst X. „Aber es ist mehr als das: Es ist eine ausländische Einflussnahme, die darauf abzielt, der Regierung und einem unserer effektivsten Mitglieder zu schaden.“
Der Vize-Stabschef des Weißen Hauses, James Blair, bezeichnete den Artikel als „ausländische Einflussnahme durch ein Online-Medium unter deutscher Kontrolle“. Andere Vertreter des Weißen Hauses äußerten sich ähnlich, ohne jedoch Belege für ihre Vorwürfe anzuführen.
In den vergangenen Tagen waren auch in anderen Medien kritische Analysen zu den Gesprächen des Gesandten von US-Präsident Donald Trump mit Russland veröffentlicht worden. In dem „Politico“-Artikel hieß es unter Berufung auf namentlich nicht genannte Beamte, bei Witkoffs Treffen mit Kreml-Chef Wladimir Putin habe sich die politische „Unerfahrenheit“ des Immobilienunternehmers gezeigt.
Trump hatte Witkoff zu seinem Sondergesandten für die Ukraine-Friedensgespräche und den Nahen Osten ernannt, obwohl der Unternehmer über keinerlei außenpolitische Erfahrung verfügte. Witkoff reiste mehrmals nach Moskau und traf sich dort mit Putin. Am Freitag führte er in New York Gespräche mit ukrainischen Regierungsvertretern. Zu der Kritik von Vance an „Politico“ schrieb er auf X, die Erklärung des Vizepräsidenten „spricht für sich selbst“.
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